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Venezuelas Regierung verurteilt Überfall auf Synagoge in Caracas
Venezuela
Montag, den 02. Februar 2009 um 01:01 Uhr
Noch unbekannte Täter haben am Sonnabend die Synagoge von Caracas und Einrichtungen der Israelitischen Vereinigung in Caracas gewaltsam überfallen und teilweise zerstört. Private Medien haben daraufhin sofort eine Verbindung zur Verurteilung der israelischen Kriegspolitik durch die venezolanische Regierung hergestellt und als Urheber des Angriffs Gruppen von Regierungsanhängern ausgemacht. Für die venezolanische Regierung verurteilten mehrere Minister und der Präsident das Verbrechen scharf.

»Wir verurteilen jede gewaltsame Aktion, die in Venezuela gegen wen auch immer verübt wird. Wir verurteilen diese Aktionen, von wem auch immer sie ausgehen«, betonte Chacón. »Wenn diese Dinge von Gruppen ausgegangen sind, die glauben, mit solchen Aktionen auf die Situation im Nahen Osten reagieren zu können, verurteilen wir das, denn das stimmt nicht. Und wir verurteilen diese Aktionen auch, wenn sie von jenen ausgehen, die angesichts schlechter Umfragewerte versuchen, ihre Sitiuation zu verbessern«, wollte Chacón eine Urheberschaft oppositioneller Gruppierungen nicht ausschließen.

Eine Sache sei der Staat Israel und seine Politik gegen die Palästinenser und den Gaza-Streifen, »die wir zutiefst ablehnen«, aber eine völlig andere Sache seien die Beziehungen mit den in Venezuela lebenden Jüdinnen und Juden, »mit denen wir in einem ausgezeichneten Kontakt stehen«. Die zuständigen Stellen untersuchten am Tatort die Vorfälle, um die Urheber zu ermitteln und sie mit aller Kraft des Gesetzes zu bestrafen, betonte Chacón.

Auch Außenminister Nicolás Maduro unterstrich den Respekt seiner Regierung für die jüdische Gemeinschaft in Venezuela und wies energisch Vorwürfe zurück, die Bolivarische Regierung fördere den Antisemitismus. »In Venezuela ist durch die 1999 verabschiedete Verfassung, durch die Haltung und das Bewußtsein unseres Staatschefs, unserer Regierung und unseres ganzen Volkes die völlige Freiheit und religiöse Gleichberechtigung aller Gläubigen der verschiedenen Religionen unseres Landes garantiert«, betonte er.

Präsident Hugo Chávez verurteilte die Gewalt, »von wem sie auch immer ausgeht«. Man müsse sich fragen, so der Präsident, wem solche Taten nützten: »Sie nützen weder der Regierung noch dem Volk noch der Revolution. Sie versuchen, dass Klima in Venezuela zu vergiften. Sie wollen einen Schatten auf den bevorstehenden Sieg des Volkes werfen«, sagte er mit Blick auf das Referendum am 15. Februar. Sie selbst seien es, die zur Gewalt greifen, »Und wir werden alles tun, was im Rahmen der Verfassung und des Gesetzes möglich ist, um die tatsächlichen Hintergründe dieser Taten aufzudecken!«
 
Berlin

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