| Chávez: Mit Marx und Engels gegen Korruption und Krise |
| Venezuela |
| Samstag, den 25. April 2009 um 12:28 Uhr |
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Bei der Einweihung einer Kunststoff-Fabrik in Carabobo hat Venezuelas Präsident Hugo Chávez die Arbeiter erneut auf die Bedeutung der Wirtschaft für die Bolivarische Revolution hingewiesen. Er erinnerte daran, dass die petrochemische Industrie vor elf Jahren kurz vor ihrer Privatisierung gestanden hatte, weil dies den Vorgaben des Internationalen Währungsfonds entsprochen hatte. Diese »Bestie« solle heute wiederbelebt werden, kritisierte der venezolanische Präsident und erinnerte daran, dass Venezuela beim Amerika-Gipfel am vergangenen Wochenende ausdrücklich darauf hingewiesen hatte, dass der IWF als einer der Hauptverursache der sozialen und Wirtschaftskrise nicht dazu beitragen könne, die Welt aus dieser Krise herauszuführen.
»Aber schaut euch das an, während in Europa und den USA Fabriken geschlossen werden, eröffnen wir hier Fabriken«, betonte Chávez. Die industrielle Revolution sei einer der strategischen Prozesse, um ein eigenen wissenschaftlich-technologisches Modell herauszubilden, dass dem Hauptziel des revolutionären Prozesses diene, nämlich die Bedürfnisse aller Menschen zu befriedigen: »Wenn wir die Bedürfnisse aller befriedigen, erleichtern wir die Entwicklung des Potentials von jedem einzelnen«. Er erinnerte daran, dass dies auch die Kernaussage des 1848 erschienenen Kommunistischen Manifests von Karl Marx und Friedrich Engels sei: »All das müssen wir wieder lesen, denn der Sozialismus ist wissenschaftlich oder er ist kein Sozialismus. Und sie sind die Schöpfer des Wissenschaftlichen Sozialismus. Anschließend müssen wir unseren eigenen schaffen, aber sie sind die wichtigsten Bezugspunkte«. »Kern des Sozialismus ist es, jedem einzelnen Mitglied unserer Gesellschaft zu ermöglichen, sein Potential so groß wie möglich zu entwickeln. Der Kapitalismus ist, als wenn du einem Adler die Flügel oder einem Pferd die Beine abschneidest. Der Kapitalismus engt den Menschen und seine Möglichkeiten von Geburt an ein, und oftmals bereits vor der Geburt. Die Kinder, die unterernährt zur Welt kommen, werden bereits mit abgeschnittenen Flügeln geboren. Der Kapitalismus reduziert den Menschen auf eine untermenschliche Existenz. Schauen wir uns um, wie viele Venezolaner leben noch unter diesen Bedingungen«, sagte Chávez. Venezuela habe begonnen, diesen Weg zu beschreiten: »Wir haben die dritte Phase der Bolivarischen Sozialistischen Revolution 2009-2019 begonnen. Sie muss ein Jahrzehnt der Festigung und des Fortschritts werden. Das Jahr 2009 muss ein Jahr der Festigung von allem sein, was wir getan haben, einer grundlegenden Überprüfung und einer Berichtigung, wo Berichtigungen notwendig sind, sowie ein Jahr neuer revolutionärer Impulse. Jedem Korrupten, der auf dem Radar erscheint, muss der Prozess gemacht werden, um weiter stark und fest voranschreiten zu können«. Die venezolanische Oligarchie wüte jeden Tag mehr und sei jeden Tag mehr voller Hass, deshalb müsse man auf sie mehr Acht geben als auf eine giftige Schlange, »denn eine Schlange fühlt keinen Hass, sie beißt aus einem Erhaltungstrieb heraus. Die Oligarchie hasst sehr wohl und ist voller Rachegelüste. Und sie ist hier, mit Medien, Regionalregierungen, Rathäusern, Polizeitruppen, viel Geld, wir müssen vorsichtig sein. Aber ich warne sie einmal mehr: diese sozialistische Revolution wird jeden Tag tiefgreifender, authentischer und wahrhaftiger sein«. Auf wirtschaftlichem Gebiet schreite die Revolution planmäßig voran: »Diese sozialistische Fabrik ist gesellschaftliches Eigentum. Diese Fabrik ist nicht das Eigentum der Arbeiter, sondern des gesamten venezolanischen Volkes, aber sie wird vom Staat gemeinsam mit den Arbeitern geführt«. Es könne aber keine sozialistische Fabrik geben, wenn nicht auch die Gesellschaft sozialistisch sei. Deshalb komme es darauf an, die Volksmacht zu stärken und die Kommunen als Basisorganisation des Volkes zu schaffen. Neuere Artikel:
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