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Venezuela friert Beziehungen mit Kolumbien ein
Venezuela
Mittwoch, den 29. Juli 2009 um 07:36 Uhr
Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat am Dienstag angekündigt, die Beziehungen mit Kolumbien einzufrieren, den venezolanischen Botschafter aus Bogotá abzuziehen und die Wirtschaftsabkommen zwischen beiden Ländern zu überprüfen. Damit reagierte Chávez auf die erneuten Provokationen des kolumbianischen Regimes gegen die Nachbarländer Venezuela und Ecuador, denen Kolumbiens Präsident Álvaro Uribe und andere Funktionäre eine Unterstützung der FARC vorwerfen. Die Beziehungen dieser Länder zu Kolumbien sind ohnehin durch die Pläne belastet, dort fünf US-Militärbasen einzurichten.

»Wir werden unseren Botschafter abziehen und nur den Diplomaten vom niedrigsten Rang dort lassen«, sagte Chávez und warnte, der nächste verbale oder sonstige Angriff auf Venezuela habe den Abbruch der Beziehungen mit Kolumbien zur Folge.

Das Regime hatte behauptet, Venezuela habe in Schweden erworbene Waffen an die Guerrilla weiterverkauft. Chávez wies dies zurück und erklärte, die FARC benutzten Waffen aus den USA, Israel und Russland. »Wir werden die Wirtschaftsbeziehungen einfrieren und die Importe ersetzen, die für uns nicht unverzichtbar sind, denn wir können sie aus Brasilien beziehen. Wenn Kolumbien glaubt, dass wir von diesen Importen abhängig sind, hat es sich getäuscht«, sagte Chávez. »Wenn die Regierung Kolumbiens nicht die Nachbarn respektiert, heisst das, dass sie die Beziehungen mit ihnen nicht interessiert. Wenn sie entschieden haben, die Beziehungen mit den USA zu öffnen, damit diese ich weiss nicht wie viele Stützpunkte errichten können, dann ist das eine Aggression.«

Auch Venezuelas Innenminister Tareck El Aissami bezeichnete den angeblichen Verkauf von Waffen aus Venezuela an die FARC als »Show für die Medien« und erklärte, ihn werde es nicht überraschen, wenn es mal wieder »der Supercomputer von Raúl Reyes« sei, auf dem eine Datei zum Vorschein komme, die irgendeine merkwürdige Konfiguration aufweise.

Einen weiteren Vorwurf des Regimes in Bogotá, wonach die Guerrilla den Präsidentschaftswahlkampf des heute in Ecuador regierenden Rafael Correa finanziert habe, wurde sowohl von diesem als auch von der FARC zurückgewiesen. Auch Correa hat in diesem Zusammenhang den Ton gegenüber Kolumbien verschärft und angedroht, militärisch zurückzuschlagen, falls Kolumbien erneut - wie bei der Ermordung Raúl Reyes' am 1. März 2008 - die Souveränität Ecuadors verletze.
 
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