| Hugo Chávez: Bariloche - Gute Absage!! |
| Venezuela |
| Freitag, den 04. September 2009 um 02:04 Uhr |
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I Wenn etwas die imperiale Strategie charakterisiert hat, dann ist es die Schwächung und Auflösung jeglichen Versuches, den die Völker für die Bestimmung ihrer eigenen Ziele unternommen haben. Die ältere und neuere Geschichte bestätigt das: Es gibt keine mögliche Herrschaft, wenn vorher nicht die Prozesse der Souveränität und Unabhängigkeit untergraben werden. Aus diesem Grund fürchtet das Imperium so sehr das Fortschreiten der südamerikanischen Völker auf ihrem Weg zur Einheit. In diesem Sinne hat Unasur, das mehr ist als ein Projekt einfacher konjunkturbedingter Bündnisse, höchste Dringlichkeit für die Völker, die wir eine Geschichte, ein Gedächtnis und eine Hoffnung teilen. Mit diesem Bewusstsein erschien Venezuela auf dem Sondergipfel von Bariloche am vergangenen Freitag, 28. August. Die Rhetorik des Präsidenten Uribe und seine ständige Berufung auf den Winkeladvokatismus, auf die nicht weniger ständige Verwendung von Spitzfindigkeiten beunruhigt. Wenn man sagt – wie er es in einem seiner Beiträge in Bariloche tat – dass wir, die wir vor der Einrichtung von US-amerikanischen Militärstützpunkten auf kolumbianischem Territorium warnen, von einem Vorurteil ausgehen, kann alles ein Vorurteil werden. Reine Rhetorik, die jeglichen Inhaltes entbehrt, um eine substantielle Diskussion zu umgehen. Das Problem ist, dass Kolumbien niemandem Sicherheitsgarantien geben kann, wenn die sieben Stützpunkte erst eingerichtet sind. Wenn sie sich auf dem kolumbianischen Territorium niederlassen, weiß niemand, wie lange sie dort bleiben werden. Das bedeutet, dass der Frieden in der südamerikanischen Region bedroht ist und ewig bedroht sein wird. Und das, was wir wollen – eine von der Mehrheit in Bariloche geteilte Überzeugung – ist, Südamerika als eine Zone des Friedens zu konsolidieren. Wir wollen einen Krieg unmöglich machen. Venezuela trägt keine Verantwortung für den inneren kolumbianischen Konflikt. Unser Streben richtet sich auf die Durchsetzung des Friedens in dem Bruderland. Unser in Bariloche gemachter Vorschlag einer Friedensinitiative für Kolumbien zeigt einmal mehr unsere Konsequenz in dieser Sache. Das Grundlegende besteht darin, dass in Punkt drei des Abschlussdokumentes eine prinzipielle Position festgehalten wurde: Erneut bekräftigen, dass die Präsenz ausländischer Streitkräfte mit ihren betreffenden Mitteln und eigenen Zielen die Souveränität und Integrität irgendeiner südamerikanischen Nation, und folglich den Frieden in der Region, nicht bedrohen kann. Hier wird tatsächlich und rechtlich eine Verteidigungsdoktrin festgelegt, die niemand ignorieren kann. Und wir werden wachsam sein, was ihre strenge und strikte Einhaltung anbelangt. Es ist notwendig, dass der Südamerikanische Verteidigungsrat beginnt, effektiv zu handeln: mit einer Sicht der Parität, des Gleichgewichtes, der Symmetrie. (Die sieben den Vereinigten Staaten zur Verfügung gestellten Militärstützpunkte auf kolumbianischem Territorium schaffen tatsächlich eine äußerst gefährliche Situation der Asymmetrie). II Am 28. August waren zwei Monate seit dem Putsch in Honduras vergangen: es waren auch zwei Monate des Widerstands des tapferen honduranischen Volkes gegen das De-facto-Regime vergangen. Es ist beunruhigend, dass die honduranische Situation beginnt, international abzukühlen; dass der Druck auf die Gorillas abnimmt. Heute wissen wir, dass der Staatsstreich in offenem Einverständnis mit dem Militärstützpunkt Palmerola durchgeführt wurde: Wenn nicht, wie erklärt sich dann, dass das Flugzeug, dass Präsident Zelaya ausflog zuerst auf dieser Enklave der Gringos landete? Die Geschehnisse in Honduras waren ein erster Versuch innerhalb einer imperialen militärischen Eskalation, deren Kontinuität wächst und die neuen Yankee-Militärbasen auf kolumbianischen Territorium potenziert. Wir müssen weiter das Unmögliche tun, damit das honduranische Volk seinen demokratischen Weg wiedererlangt. Bereits seit zwei Monaten versinkt Honduras in der Finsternis der Gorillaherrschaft, obwohl der Kampfeswille des Volkes auf den Straßen und auf dem Land ungebrochen ist. Es sind zwei Monate der Lektionen: eine: die unverschämt interventionistische Macht wichtiger Gringo-Sektoren, die versuchen, die Ziele eines Volkes zu torpedieren; und eine zweite: das Unvermögen der internationalen Gremien, für die Einhaltung ihrer eigenen Beschlüsse zu sorgen. Das ist ein äußerst schlechtes Signal für den Rest des Kontinents, der beginnen kann, die Schande und Ungerechtigkeit zu sehen, die zum täglichen Brot geworden ist. In einem unlängst erschienenen Text mit dem Titel „Honduras und die militärische Besetzung des Kontinents” (2009) schreibt die renommierte mexikanische Intellektuelle Ana Esther Ceceña: Obgleich Honduras die Grenzen der Demokratie innerhalb des Kapitalismus deutlich zeigt, würde der Hintergrund von Honduras mit dem Projekt der Installierung neuer Militärbasen in Kolumbien und der Immunität der US-amerikanischen Truppen auf kolumbianischem Boden dieses Land in seiner Gesamtheit in einen Ort der Armee der Vereinigten Staaten verwandeln, der die souveräne Fähigkeit der Selbstbestimmung der Völker und Länder der Region gefährdet. Die Aktionen dieser Militärenklave in Südamerika werden sich gegen die Feindstaaten und die bankrotten Staaten richten, die laut den neuen von den Vereinigten Staaten vorangetriebenen Normen historisch bankrott sein können oder fast sofort bankrotte Staaten ‚durch Zusammenbruch’ werden können. Jegliches unvorhergesehene Ereignis kann ein Land zu einem bankrotten Staat machen und damit der Gefahr einer Intervention aussetzen. Diese Worte sind nicht zu verachten: Sie sind nicht im geringsten übertrieben, was die Gefahrensituation und das drohende Risiko anbelangt, dem alle Länder der Region und besonders die Nachbarländer Kolumbiens ausgesetzt sind. Wir alle sind der Gefahr einer militärischen Intervention ausgesetzt, wenn wir nicht nach der Pfeife des Imperiums tanzen. III Wir bringen das erleuchtete Wort von Bolívar nach Bariloche. Dort erinnern wir uns an das, was der Befreier in dem Brief vom 4. August 1829 an Mariano Montilla schreibt: Wenn Amerika nicht wieder zurückgeht, wenn es sich seine Nichtigkeit und Unfähigkeit nicht bewusst macht, wenn es sich nicht zu Recht und Ordnung aufruft, dann kann man nur wenig erwarten bezüglich der Konsolidierung seiner Regierungen; und eine neue Kolonialzeit wird das Wir sind nicht bereit, ihm nachher das schlechte Erbe einer neuen Kolonialzeit zu hinterlassen, sondern das leuchtende Erbe der endgültigen Freiheit. Vaterland, Sozialismus oder Tod!! Wir werden siegen!! Von Hugo Chávez Frías, 30. August 2009 Deutsche Übersetzung: Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela in der Bundesrepublik Deutschland Neuere Artikel:
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