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Warten auf die Ergebnisse |
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Venezuela
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Montag, den 27. September 2010 um 05:36 Uhr |
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Auch fünf Stunden nach dem offiziellen Ende des für die Parlamentswahl in Venezuela angesetzten Zeitraums haben noch nicht alle Wahllokale geschlossen. Wie der Rundfunksender YVKE Mundial soeben meldet, sind beispielsweise in Mérida noch mehr als zehn Prozent der Wahllokale geöffnet, weil dort noch Wähler in den Schlangen auf die Stimmabgabe warten. Der Nationale Wahlrat (CNE) räumte ein, dass es in Carabobo und Vargas zu Verzögerungen gekommen sei und rief alle Venezolanerinnen und Venezolaner noch einmal zur Stimmabgabe auf. Man garantiere allen, die wählen wollten, dass sie dies auch tun können. Zugleich forderte der CNE von den beteiligten politischen Lagern, auf eine vorzeitige Verbreitung von Wahlergebnissen zu verzichten.
Trotzdem riefen Vertreter des Regierungslagers ihre Anhänger bereits zu Siegesfeiern am Präsidentenpalast Miraflores auf. Präsident Hugo Chávez teilte über sein Twitter-Konto mit: "Ich erwarte euch hier!" Die Kommunistische Partei Venezuelas (PCV) schrieb im selben Netzwerk: "Ich bin sicher, dass dieser Sieg des Volkes alle historischen Ergebnisse unserer Kommunistischen Partei übertroffen hat. Es lebe die Revolution!" Auch die kubanische Agentur Prensa Latina spricht bereits von einem "voraussichtlichen Sieg" der Revolution.
Demgegenüber werden auf einigen regierungsfeindlichen Blogs angebliche Nachwahlbefragungen zitiert, wonach die Opposition "gewonnen" habe. Die Rede ist hier davon, dass die Opposition 70 der 165 Mandate in der Nationalversammlung erobern könne, das sei "genug um zu verhindern, dass Chávez Venezuela in ein neues Cuba verwandelt". Diese These verfechten die Oppositionellen bereits seit dem Regierungsantritt des Staatschefs im Februar 1999.
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