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Venezuela aktuell

PSUV: Venezuelas Kommunisten sind wichtige strategische Verbündete
Venezuela
Montag, den 09. Mai 2011 um 16:05 Uhr

Hugo ChávezTrotz der jüngsten Auseinandersetzungen um die Festnahme und Auslieferung des schwedischen Journalisten Joaquín Pérez Becerra an Kolumbien will die revolutionäre Bewegung Venezuelas an ihrer Einheit festhalten. Noch vor dem kommenden Dezember soll der »Patriotische Pol«, das Bündnis der linken Parteien und Bewegungen, bei einem landesweiten Kongress offiziell gegründet werden, kündigte Venezuelas Parlamentspräsident Fernando Soto Rojas in der Montagausgabe der regierungsnahen Tageszeitung »Ciudad CCS« an. Soto Rojas, der für die Vereinte Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) das Bündnis koordiniert, kündigte an, der »Patriotische Pol« habe nicht nur wahlpolitische Aufgaben, sondern solle auch einen Beitrag zum Aufbau des bolivarischen Sozialismus leisten. Vorrangig sei derzeit jedoch, einen erneuten Sieg für Hugo Chávez bei der Präsidentschaftswahl im Dezember 2012 zu sichern.

Der Fall Pérez Becerras sei im Bündnis diskutiert worden, so Soto Rojas. »Die offizielle Linie der PSUV ist es, dass wir uns mit der PCV nicht anlegen werden. Das sind wichtige strategische Verbündete, die wir mit Respekt behandeln müssen.« Der Streit, der sich um die Auslieferung Pérez Becerras national und international entwickelt habe, müsse gelöst werden. Der Fall sei eine »heisse Kartoffel« gewesen, die man Chávez zugeworfen habe, um den Prozess der Gründung der Lateinamerikanischen und Karibischen Staatengemeinschaft zu sabotieren. Fast zeitgleich mit der Abschiebung Pérez Becerras hatten sich in Caracas die Aussenminister Lateinamerikas getroffen, um die für den 5. Juli - den 200. Jahrestag der Unabhängigkeit Venezuelas - in Caracas vorgesehene Gründung der neuen Organisation vorzubereiten.

In diesem Zusammenhang distanzierte sich Soto Rojas auch von seinem Parteifreund Roy Daza, der in der Zeitung »La Verdad« die PCV wegen ihrer Haltung zu der Abschiebung als »opportunistisch« bezeichnet hatte. Das sei weder die Meinung der PSUV noch die des Präsidenten Hugo Chávez.

 
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