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Afghanistan
Zehn Jahre Afghanistankrieg – IPPNW fordert Waffenstillstand und offene Friedensverhandlungen | Drucken |  E-Mail
Afghanistan
Mittwoch, den 30. November 2011 um 08:12 Uhr

Sollte es nicht um ihre Befreiung gehen? Foto: UN Photo/Eric KanalsteinDie humanitäre Situation in Afghanistan hat sich nach zehn Jahren »Krieg gegen den Terror« kaum verbessert. Das beklagt die ärztliche Friedensorganisation IPPNW. »Um Schlimmeres zu verhüten, bedarf es eines sofortigen Waffenstillstand, notfalls einseitig verkündigt. Dann müssen Verhandlungen folgen, die den vollständigen Truppenabzug und eine langfristig und großzügig dimensionierte Unterstützung des Wiederaufbaus des Landes zum Ziel haben«, fordert der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim. Dieser sicher langwierige und mühsame Friedensprozess muss die bisherige Kriegsstrategie mit Drohneneinsatz, völkerrechtswidrigen gezielten Tötungen und unschuldigen zivilen Opfern endlich ersetzen. Deswegen lehnt die IPPNW auch die weitere Stationierung von ausländischen Truppen in Afghanistan und der Region ab.

 
Deutsche Polizisten werden in Afghanistan für Kriegseinsatz missbraucht | Drucken |  E-Mail
Afghanistan
Freitag, den 17. September 2010 um 14:59 Uhr

Ulla Jelpke»Der Polizeiaufbau in Afghanistan ist gescheitert. Was dort mit internationaler Hilfe faktisch aufgebaut wird, ist ein undemokratischer und korrupter Unterdrückungsapparat«, kommentiert die innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Ulla Jelpke, die Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage ihrer Partei zum Polizeiaufbau in Afghanistan (BT-Drs. 17/2878). Jelpke weiter: »Die afghanische Polizei wird zur paramilitärischen Bürgerkriegstruppe ausgebildet. USA und NATO beschäftigen 3.000 Ausbilder, die EU-Staaten rund 500. Die USA unterminieren dabei jeglichen zivilen Ansatz, indem sie sogar mit Milizen zusammenarbeiten.«

 
Die nächsten vier | Drucken |  E-Mail
Afghanistan
Donnerstag, den 15. April 2010 um 14:52 Uhr

Besatzer raus aus AfghanistanDer »umgangssprachliche Krieg« bzw. die »kriegsähnlichen Zustände« in Afghanistan fordern immer mehr ganz reale Menschenleben. Bei einem Angriff im Norden Afghanistans sind heute erneut vier Soldaten der Bundeswehr getötet und weitere verletzt worden. Wie das Militär mitteilte, seien die deutschen Besatzer zwischen Kundes und Baghlan mit Panzerfäusten oder Raketen angegriffen worden. Bereits vor zwei Wochen waren nahe Kundus drei deutsche Soldaten bei Gefechten mit den Taliban getötet worden. Die Zahl der durch die Besatzer getöteten Zivilisten oder gegnerischen Kämpfer ist den Agenturen keine Zeile wert.

 
Deutsche Soldaten erschießen Kinder | Drucken |  E-Mail
Afghanistan
Samstag, den 30. August 2008 um 09:20 Uhr
Leider brennend aktuell sind die Aktionen der Friedensbewegung an diesem Wochenende aus Anlass des Antikriegstages (Jahrestag des Überfalls von Hitlerdeutschland auf Polen) sowie die für den 20. September geplante Großdemonstration in Berlin für einen Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan geworden. Erst Krieg und Krise im Kaukasus, und nun die Nachricht, dass offenbar deutsche Bundeswehrsoldaten zwei Kinder und eine Frau in Afghanistan getötet haben.

Bei einem Zwischenfall nahe der Stadt Kundus starben an einer Straßensperre von deutschen und afghanischen Sicherheitskräften eine Frau und zwei Kinder, die in einem Auto auf den Kontrollpunkt zufuhren. Zwei weitere Kinder wurden verletzt. Die Bundeswehr teilte im Internet mit: "Nach derzeitigen Informationen wurden am Tatort Spuren gefunden, die die Vermutung nahe legen, dass die Schüsse auf das Fahrzeug aus deutschen Waffen abgegeben worden sind. Ob auch von anderer Seite auf das Fahrzeug geschossen wurde, ist noch nicht abschließend geklärt."
 
Afghanistan unter deutscher Besatzung: Todesstrafe für Internet-Surfen | Drucken |  E-Mail
Afghanistan
Samstag, den 16. Februar 2008 um 15:09 Uhr
Wen oder was beschützen die deutschen Soldaten im Norden Afghanistans? Wie die Menschrenrechtsorganisation Amnesty International informiert, wurde am 22. Januar 2008 in der Stadt Mazar-e-Sharif in der Provinz Balkh im Norden Afghanistans - genau hier sind die Bundeswehr-Einheiten stationiert - der Student und Journalist Sayed Perwiz Kambakhsh wegen Blasphemie zum Tode verurteilt. Sayed Perwiz Kambakhsh soll Material aus dem Internet heruntergeladen haben, das die Rolle der Frauen im Islam beleuchtet. Dem Vernehmen nach hat er dieses Material in der Universität von Balkh verteilt. Das schriftliche Todesurteil wurde dem Studenten ausgehändigt, noch bevor er die Möglichkeit hatte, sich zu verteidigen.
 
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