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Chinesen empört über "ausspionierte" Probe zur Eröffnungsfeier | Drucken |  E-Mail
Beijing 2008
Freitag, den 01. August 2008 um 18:40 Uhr
Das südkoreanische Fernsehen SBS hat am vergangenen Dienstag Bilder von den Proben für die bislang streng geheim gehaltene Eröffnungsfeier zu den Olympischen Sommerspielen in Beijing ausgestrahlt. Ein Vertreter des Organisationskomitees der Olympischen Spiele in Beijing erklärte, er sei "enttäuscht", dass der Sender diese Ausschnitte veröffentlicht habe. "Wir sind enttäuscht, dass sie das getan haben, aber die Ausschnitte geben dem Publikum keinen vollständigen Eindruck von der Eröffnungszeremonie", erklärte Sun Weide, ein für Öffentlichkeitsarbeit zuständiger Mitarbeiter des Organisationskomitees der Olympischen Spiele in Beijing. "Lasst uns auf die wundervollen Vorführungen bei der Eröffnung der Spiele am 8. August warten".

Die dreieinhalb Stunden lange Eröffnungszeremonie wurde von dem international ausgezeichneten Filmregisseur Zhang Yimou erdacht und bisher streng geheim gehalten Unter den von SBS ausgestrahlten Ausschnitten befinden sich Szenen, die die Vergangenheit und die Zukunft der chinesischen Kultur darstellen sowie das Aufrollen eines gewaltigen Objekts, das an einen Teppich erinnert. Nach Angaben der Organisatoren haben mehr als 10.000 Darsteller seit drei Jahren an der 50 Minuten langen Vorführung gearbeitet. Alle Teilnehmer waren zur Geheimhaltung verpflichtet und bisher hatten auch nur wenige Details über den Inhalt der Vorführung ihren Weg an die Öffentlichkeit gefunden. So ist bekannt, dass im Rahmen der Zeremonie den Opfern des Erdbebens in Südwestchina vom 12. Mai gedacht wird.

"Wir überprüfen die Angelegenheit noch", erklärte Sun auf die Frage eines australischen Journalisten, ob die beteiligten südkoreanischen Journalisten bestraft werden würden. Fotografen, die Fotos von den Proben machen und diese veröffentlichen, müssten mit gerichtlichen Schritten und dem Entzug der Akkreditierung für die Olympischen Spiele rechnen, erklärte einige ungenannte Quellen aus dem Umfeld des Internationalen Olympischen Komitees.

Im Internet fordern User bereits, die Übertragungsrechte von SBS aufzuheben. Andere forderten einen Boykott koreanischer Produkte. Laut einer von der chinesischen Webseite Sina.com durchgeführten Umfrage verurteilten 64 Prozent der Teilnehmer das Verhalten scharf. Mehr als 45 Prozent waren der Ansicht, dass eine derartiger Akt einen schweren Verstoß gegen die journalistische Ethik darstelle.

Quelle: china.org.cn / RedGlobe
 

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