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16 Polizisten bei Terroranschlag in Xinjiang getötet | Drucken |  E-Mail
Beijing 2008
Montag, den 04. August 2008 um 12:39 Uhr
Bei einem Überfall auf eine Einheit der chinesischen Grenzpolizei sind heute morgen 16 Polizisten getötet und weitere 16 verletzt worden. Die chinesischen Behörden gehen von einem terroristischen Anschlag aus, sagte ein Polizeisprecher gegenüber Radio China International. Die Behörde für öffentliche Sicherheit in der Autonomen Uigurischen Region Xinjiang bestätigte, dass der Überfall sich vor dem neben der Polizeiwache gelegenen Yijin-Hotel in der westchinesischen Stadt Kashi, 1400 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Urumqi ereignete.

Wie der chinesische Rundfunk weiter berichtet, steuerten morgenys um 8 Uhr (Ortszeit) zwei Angreifer einen Lastwagen in eine Gruppe auf der Strasse joggender Polizisten. 14 Polizisten waren sofort tot, zwei weitere erlagen auf dem Weg ins Krankenhaus ihren Verletzungen. Die Angreifer verließen den Lastwagen, schleuderten Sprengkörper auf die Gebäude der Polizeiwache und griffen die verletzten Polizisten mit Messern an. Trotzdem konnten die beiden Angreifer Polizeiangaben zufolge gefasst werden.

Die örtlichen Behörden machten die "Islamische Bewegung Ost-Turkistans" für den Anschlag verantwortlich. Es lägen Geheimdienstberichte vor, wonach diese Gruppe terroristische Anschläge in der Woche zwischen dem 1. und 8. August geplant habe, um kurz vor der Eröffnung der Olympischen Spiele Unsicherheit zu verbreiten. Bereits im März sei es der Polizei gelungen, einen Bombenanschlag auf ein Flugzeug der Southern Airlines zu verhindern. In der vergangenen Woche hatte der Vizepräsident der Autonomen Uigurischen Region Xinjiang, Kurexi Maihesuti, bei einer Pressekonferenz in Beijing informiert, dass es der regionalen Polizei im ersten Halbjahr 2008 gelungen sei, fünf Terrorgruppen zu zerschlagen und 82 mutmaßliche Terroristen zu verhaften, die Sabotageaktionen gegen die Olympischen Spiele geplant hätten.

Die sowohl von der chinesischen Regierung als auch der UNO als terroristisch eingestufte "Islamische Bewegung Ost-Turkistans", die Verbindungen zu Al-Qaeda haben soll, kämpft für einen unabhängigen islamischen Staat "Ost-Turkistan" in der uigurischen autonomen Region Chinas. Wie einer der Sicherheitsverantwortlichen für die Olympischen Spiele und führenden Kommandeure der Volksbefreiungsarmee Chinas, Tian Yixiang, sagte, gehört die "Islamische Bewegung Ost-Turkistans" neben separatistischen Kräften, die für ein unabhängiges Tibet eintreten, sowie der Falun Gong-Sekte zu den größten Gefahren für die Sicherheit der Olympiade, die am Freitag in Beijing eröffnet wird.

Quelle: China Radio International / RedGlobe
 

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