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Einen Monat danach: Fukushima ist nie vorbei |
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Japan
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Montag, den 11. April 2011 um 11:49 Uhr |
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Radioaktives Cäsium auf Spielplätzen, in Gärten, im Supermarktgemüse – das Leben im weiteren Umkreis um die Atomruine Fukushima Daiichi wird immer gefährlicher. Einen Monat nach Beginn der Katastrophe spitz sich die Lage in Japan weiter zu – die Betreiber des AKW und die internationale Gesundheitsorganisation WHO beschwichtigen allerdings.
Normales Leben im Umkreis um die havarierten Reaktoren wird Jahrzehnte nicht mehr möglich sein. Die Gegenden in und um Fukushima City und Koriyama sind bereits schwer kontaminiert. Im Süden sind die Strahlenwerte niedriger, aber immer noch beachtlich: 0,5 Mikrosievert pro Stunde. In Fukushima und Iitate haben die Teams in der vergangenen Woche Werte bis zu 48 Mikrosievert pro Stunde gemessen – das sind gefährlich hohe Werte. An einer Stelle in Iitate waren es 20 Mikrosievert.
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Greenpeace: Atomunfall in Japan hat Tschernobyl-Level |
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Japan
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Freitag, den 25. März 2011 um 14:44 Uhr |
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Die Atomkatastrophe im japanischen AKW Fukushima Daiichi muss auf die höchste Stufe 7 der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) eingeordnet werden. Das fordert die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace von der internationalen Atomenergiebehörde IAEO. Aus der havarierten Atomanlage sind schon jetzt entsprechend große Mengen an Radioaktivität entwichen. Dies ergebe eine Studie des Physikers Dr. Helmut Hirsch für Greenpeace. Seine Untersuchung basiere auf offiziellen Daten der französischen Strahlenschutzbehörde (IRSN) und der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Die japanischen Behörden ordnen die Atomkatastrophe derzeit der Stufe 5 zu.
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Super-GAU in Japan - Ärzte fordern weltweite Abschaltung aller Atomkraftwerke |
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Japan
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Sonntag, den 13. März 2011 um 11:24 Uhr |
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25 Jahre nach Tschernobyl und am Tag des Super-GAU in Fukushima hat die Ärzteorganisation IPPNW (Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung) die weltweite Abschaltung aller Atomkraftwerke gefordert. Die Risiken seien auch bei den angeblich sicheren Atomkraftwerken der westlichen Welt nicht beherrschbar. IPPNW-Sprecher Henrik Paulitz kommentiert: »Durch ein Erdbeben kann in einem Atomkraftwerk ein Störfall ausgelöst und zugleich können die dann erforderlichen Sicherheitssysteme zerstört werden. Durch das Erdbeben in Japan soll im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi die Kühlwassermenge gefährlich abgesunken sein. Die Notstromdiesel sind nicht angelaufen. Es kam zum gefürchteten "station blackout", dem Ausfall der Stromversorgung. Die für die Steuerung des Atomkraftwerks erforderlichen Batteriekapazitäten sind in zwei Blöcken nahezu erschöpft. Um die Batterien zu schonen, musste das Notkühlsystem abgestellt werden. Durch den Austritt von Kühlwasser über ein Leck steigt derzeit der Druck im Containment. Es besteht die Gefahr eines schweren Kernschmelz-Unfalls.« Offenbar ist dieser mittlerweile bereits eingetreten, auch wenn die japanische Regierung und die Atomkonzerne nur widersprüchliche Angaben machen. Die IPPNW weist darauf hin, dass die Bevölkerungsdichte in Japan rund 15fach höher ist als in der Tschernobyl-Region (Japan: 337 Einwohner/Quadratkilometer). Je nach Windrichtung und Wetterlage können die gesundheitlichen Auswirkungen in Japan dramatisch sein.
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