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Nordkorea sieht sich im Kriegszustand | Drucken |  E-Mail
Korea-Nord
Sonntag, den 23. Mai 2010 um 21:09 Uhr

DVR KoreaDer Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffes hat die latenten Spannungen auf der koreanischen Halbinsel wieder verschärft. Ein internationales Untersuchungsteam, dem südkoreanische, US-amerikanische, australische und britische Experten angehörten, kam zu dem Ergebnis, daß die Korvette durch die Explosion eines zielsuchenden Torpedos aus nordkoreanischer Produktion versenkt wurde. Südkoreas Staatschef kündigte darauf an, harte Gegenmaßnahmen zu ergreifen und "mit Unterstützung der Weltgemeinschaft" die Volksrepublik zu zwingen, die Straftat einzugestehen. Auch die USA drohen bereits "einseitige Vergeltungsmaßnahmen" an.

Die staatliche nordkoreanische Presseagentur KCNA nennt das offizielle Untersuchungsergebnis hingegen eine "Provokation" der "südkoreanischen Marionetten". "Die Publikation des 'Untersuchungsergebnisses' stellt ein weiteres großes Komplott dar, dass die Bande der südkoreanische Marionetten aus Angst vor der Macht der Demokratischen Volksrepublik Korea erfunden hat, die mit festen Schritten zu einer großen Macht im Wohlstand voranschreitet. Sie wollen die Würde der DVR Korea beleidigen und zerschlagen, indem sie wieder in Abstimmung mit ihren nordamerikanischen und japanischen Herren die ständige Kampagne der 'Sanktionen' entfesseln", schreibt die KCNA.

Nordkorea warnt weiter, Südkorea wolle eine Kriegsatmosphäre schaffen, indem es davon spreche, auch vor Krieg nicht zurückzuschrecken und "Gegenmaßnahmen" ergreifen zu wollen. Zugleich hätte Seoul den "supergeheimen Befehl" erteilt, alles südkoreanisches Personal und Material, das sich in Nordkorea befindet, zu evakuieren.

Vor diesem Hintergrund verbreitet KCNA eine offizielle Erklärung, in der es heisst:

"Erstens: Von diesem Augenblick an schätzen wir die gegenwärtige Lage als Kriegszustand ein und werden alle Probleme, die sich in den Nord-Süd-Beziehungen ergeben, von diesem Standpunkt aus betrachten.

Zweitens: Im dem Falle, dass die Marionettenbande zu 'Repressalien' und 'Rache' greift und dabei den Untergang des Bootes als Vorwand benutzt, werden wir ihr eine umfassende Antwort mit schonungslosen Strafen geben, darunter der völlige Abbruch der Nord-Süd-Beziehungen, die vollständige Aufhebung des Nord-Süd-Nichtangriffsabkommens und die völlige Einstellung der Nord-Süd-Kooperation,

Wir werden in keinster Weise denen vergeben, die unsere höchste Würde beleidigen und unser Land angreifen."

 

Kommentare 

 
-2 #3 2010-06-29 13:19
Laut den Genossen der KP Chinas waren es die USA. Diese wollten erreichen, dass die Japaner sich bedroht fühlen und deshalb die US-Militärbasis in Japan lassen.
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-1 #2 2010-05-25 12:45
Zur (angeblichen) Schiffsversenku ng durch Nordkorea stelle ich mir nur eine aber wichtige Frage :Cui bono?
Jedenfalls Nordkorea auf keinen Fall, oder?
Die nur von westlicher Seite vorgenommene Untersuchung mit (angeblich) eindeutiger Beweislast und sofortiger Schuldzuweisung gegen Nordkorea macht mich sehr misstrauisch.
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-1 #1 2010-05-25 12:44
Zur (angeblichen) Schiffsversenku ng durch Nordkorea stelle ich mir nur eine aber wichtige Frage :Cui bono?
Jedenfalls Nordkorea auf keinen Fall, oder?
Die nur von westlicher Seite vorgenommene Untersuchung mit (angeblich) eindeutiger Beweislast und sofortiger Schuldzuweisung gegen Nordkoreamacht mich sehr misstrauisch.
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