16 | 12 | 2018

„Die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Importbeschränkungen kommen nicht von ungefähr. Den größten Außenhandelsüberschuss erzielt Deutschland mit über 50 Milliarden Euro im Handel mit den USA. Das entspricht mehr als 40 Prozent des Überschusses, den die EU insgesamt mit den USA realisiert. Wenn Europa einen Handelskrieg mit den USA vermeiden will, muss Deutschland weg von seiner einseitigen Exportstrategie“, kommentiert Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, aktuelle Zahlen des statistischen Bundesamtes zur Rangfolge der deutschen Handelspartner.

 

Ernst weiter:

„Der langjährige Kurs der Bundesregierung, die exorbitanten deutschen Exportüberschüsse schönzureden, ist fatal. Das gilt auch für Frankreich und die südeuropäischen Länder, für die ein ausgeglichener Außenhandelssaldo mit Deutschland hilfreich bei der wirtschaftlichen Erholung wäre. Dabei geht es nicht darum, deutsche Exporte kleinzuhalten. Es geht darum, durch eine Steigerung der Binnennachfrage Importe in entsprechender Höhe zu generieren. Nur so können langfristig alle Seiten vom Handel profitieren. Es nützt Deutschland nichts, unsichere Forderungen in gigantischen Größenordnungen gegenüber dem Ausland anzuhäufen. Und den Handelspartnern schadet der dadurch angehäufte Schuldenberg enorm. Es ist höchste Zeit, die inländische Kaufkraft mittels angemessener Lohnsteigerungen und lange überfälliger Investitionen in die Infrastruktur weiter anzukurbeln.“

Quelle:

Bundestagsfraktion Die Linke

 

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