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Protest gegen Rechtsrockparty und Neonazis in Hannover | Drucken |  E-Mail
Antifa
Samstag, den 05. Juli 2008 um 01:00 Uhr
170 Menschen beteiligten sich am Freitag an einer Protestkundgebung gegen eine Party, auf deren Werbeflyer mit den Logos der Rechtsrockbands Skrewdriver, Kategorie C/Hungrige Wölfe, Endstufe und Nordfront geworben wurde. Neben der Kampagne "Nazis die Räume nehmen!" beteiligten sich AnhängerInnen der Partei "Die Linke", der Grünen und des DGB an der Aktion. Die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] rief ebenfalls zu der Kundgebung auf. "Wir wollten ein deutliches Zeichen gegen die zunehmenden Neonaziaktivitäten in der Innenstadt setzen. Diese blieben bereits viel zu lange unwidersprochen." führte Sonja Brünzels, Pressesprecherin der [AAH] aus.

Der Partyorganisator Andreas Wienert kündigte gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 04.07.08 an, "Wenn die [die Polizei, Anmerkung AAH] sich in Uniform vor den Laden stellen, lasse ich die Veranstaltung ausfallen. Dann aber organisiere ich beim nächsten Mal wirklich eine Rechts-Rock-Party, damit die Polizei richtig was zu tun bekommt". Brünzels dazu: "Wienert hat sich mit dieser Aussage eindeutig positioniert. Nachdem er in der Zeitung eingestanden hatte, nichts gegen Neonazis auf seinen Partys zu unternehmen, ist es nicht verwunderlich, dass die Organisatoren in Bekleidung der Marke Thor Steinar auftraten. Diese Marke ist bei Neonazis aufgrund rassistischer Motive beliebt und stammt aus deren Umfeld."

Seit längerem treten Neonazis im "Rockhouse" und "Scum Club" -- wie in anderen Innenstadt-Clubs und deren Umfeld auch - durch regelmäßige, aggressive Präsenz und Übergriffe in größeren Gruppen - offen in Erscheinung. Die meisten Läden setzen dem nichts entgegen, die [AAH] kündigt daher auch für die Zukunft Proteste an: "Wenn der Organisator seine Aussage wahr machen wird, hat er auch mit unserem aktiven antifaschistischen Widerstand zu rechnen!"

Die Polizei sprach organisierten Neonazis, die zur Party wollten, Platzverweise aus. Sie waren vor dem Gelände des "Scumclubs" einen Passanten angegangen.

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