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Wachsender Widerstand gegen Kölner Rassisten-Kongress | Drucken |  E-Mail
Antifa
Montag, den 18. August 2008 um 11:55 Uhr
Vom 19. bis 21. September wollen Rechtsextremisten in Köln einen international angelegten "Anti-Islamisierungskongress“ durchführen. Gegen diese Provokation regt sich nicht nur breiter Widerstand der antifaschistischen Bewegung, auch sonst haben die Veranstalter mehr Schwierigkeiten, als sie es selbst erwartet haben dürften. So hat zum Beispiel der von den Veranstaltern als Redner angekündigte Führer der französischen "Front National",  Jean Marie LePen, erklären lassen, dass er nicht in Köln auftreten werde. Auch die angekündigte Teilnahme von Nick Griffin (British National Party) musste gestrichen werden. Ungeachtet dessen sind Redner und Teilnehmende aus Österreich, Frankreich, Belgien, Italien und den Niederlande angekündigt.

Die Kölner Organisatoren kündigen zwar eine öffentliche Veranstaltung am Samstag, den 20. September 2008 auf dem Roncalli-Platz (neben dem Kölner Dom) an, haben aber bis heute keine Genehmigung dafür. Sicherlich hat auch der internationale Protest aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden dazu geführt, dass die Stadtverwaltung sich bis zuletzt alle Möglichkeiten eines Verbotes offen hält. Man geht jedoch in der Stadt davon aus, dass die Rechtspopulisten mit Hilfe der Gerichte eine Genehmigung für ein öffentliches Auftreten erstreiten werden. Daher mobilisieren zahlreiche demokratische und antifaschistische Organisationen und Initiativen, Gewerkschaften und Parteien zu breiten öffentlichen Protesten in der Stadt. Mehr als 70 Gruppen und zahlreiche Einzelpersonen haben entsprechende Aufrufe unterzeichnet.

Geplant sind am Samstag, den 20. September 2008 verschiedene Aktionen. Im Mittelpunkt stehen eine Demonstration und Kundgebung in der Innenstadt von Köln, die gegen 11.00 Uhr beginnen soll. Auf der Abschlusskundgebung werden neben dem Bezirksvorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes und Vertretern aus Köln auch der Präsident der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR), Michel Vanderborght, sprechen. Damit wird auch auf der Kundgebung der internationale Charakter des Protestes unterstrichen.  

Weitere Informationen zu den Protesten gegen den Rassisten-Kongress gibt es unter www.hingesetzt.mobi

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