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SDAJ Berlin zum Nazi-Überfall in Neukölln | Drucken |  E-Mail
Antifa
Geschrieben von: SDAJ Berlin   
Sonntag, den 16. August 2009 um 00:00 Uhr

Mit dem Angriff auf das von verschiedenen linken und antifaschistischen Kräften genutzte  Ladenlokal der „Chile Freundschaftsgesellschaft 'Salvador Allende' e.V.“ in der Jonasstraße 29 in der Nacht von Mittwoch, den 12.08.2009 auf den folgenden Donnerstag zeigten Anhänger der NPD bereits am Anfang des Bundestagswahlkampfes, welche Gefahr von ihnen ausgeht. Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) Berlin lässt sich durch solche plumpen Einschüchterungsversuche nicht entmutigen und erklärt den kommenden Wahlkampf auch zum Wahlkampf gegen faschistische Strukturen.



In der Nacht von Mittwoch, den 12.08.2009 auf Donnerstag, den 13.08. attackierten in den frühen Morgenstunden Anhänger der NPD das von Linken und Antifaschisten genutzte Neuköllner Ladenlokal in der Jonasstraße 29. Dabei wurden mit mehrere Pflastersteine die  Schaufensterscheiben zerstört. In unmittelbarer Nähe wurden frisch geklebte NPD Aufkleber gefunden, was auf einen Einschüchterungsversuch von Neuköllner Neonazis deuten lässt.

Obwohl die NPD in Nordneukölln kaum Einfluss besitzt, war diese Attacke nicht der erste Versuch in Nordneukölln Fuß zu fassen. So wurde in den letzten Jahren immer wieder versucht in der unmittelbaren Umgebung der Jonasstraße mit Plakaten und Aufklebern die  menschenverachtende Propaganda der NPD unter die Leute zu bringen. Lange hing der Schmutz nie.

Mit der jetzigen Aktion zeigen wahrscheinlich enge Anhänger der NPD bereits zum Beginn des Bundestagswahlkampfes wo sie stehen. Drohungen, Gewalttaten und Einschüchterungen sind ein beliebtes Mittel NPD-naher Faschisten um ihre politischen Gegner mundtot zu machen. Die von der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA) initiierte und von weiten Teilen der Bevölkerung getragene Kampagne zum Verbot der NPD muss hier noch einmal erwähnt werden. Über 175.000 Menschen haben mit ihrer Unterschrift ein Verbot der NPD gefordert. Über 3000 Antifaschisten haben sich bisher an der aktuellen Kampagne beteiligt und ein Statement abgegeben, warum aus ihrer Sicht die NPD verboten werden muss. Das ein solches Verbot nicht alle durch Neonazis verursachten Probleme aus der Welt schaffen wird ist vielen klar, es würde jedoch die gesamte Rechte personell und finanziell hart treffen. Das die Angreifer am Donnerstag morgen Aufkleber der NPD am Tatort hinterlassen haben ist kein Zufall, es zeigt viel mehr, dass die NPD ein Sammelbecken gewaltbereiter Rechtsextremisten ist.

„Mit Aktionen wie dieser wird die NPD und mit ihr zusammen die Schlägertrupps in Form von Kameradschaften und sogenannten 'Autonomen Nationalisten' nicht dafür sorgen, dass wir unser antifaschistisches Engagement aufgeben“, so Sven George, Gruppenvorsitzender der SDAJ-Berlin. „Wir werden auch weiterhin als Teil einer linken Organisation und als Einzelpersonen Teil des antifaschistischen Kampfes sein. Als Kommunisten werden wir, wo wir können faschistische Strukturen bekämpfen, ihr Verbot und ihre Zerschlagung fordern und über ihre Rolle in einer kapitalistischen Gesellschaft aufklären. Auch den gerade begonnen Bundestagswahlkampf werden wir nutzen um die NPD zu entlarven.“

Die SDAJ-Berlin wird den Bundestagswahlkampf unter anderem dafür nutzen typischen Parolen der Rechte argumentativ etwas entgegenzusetzen. So soll am 1. September eine Ausgabe ihrer Zeitung BASTA! mit dem Schwerpunkt Wahlen erscheinen, welche sich auch mit Phrasen der NPD und ihrer Rolle im Kapitalismus auseinandersetzt. Außerdem sei ein antifaschistisches Konzert für den Spätherbst in Planung.


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