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Gotteskrieger gescheitert | Drucken |  E-Mail
Berlin
Sonntag, den 26. April 2009 um 19:59 Uhr

Letzte Meldung: Nach Auszählung von 99,7 Prozent der Stimmen ist das Volksbegehren auch in relativen Zahlen gescheitert: 51,3 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf Nein, nur 48,4 Prozent auf Ja (14,1 Prozent der Wahlbeteiligten). Die Wahlbeteiligung lag bei 29,0 Prozent.

In Berlin zeichnet sich ein Scheitern des Volksbegehrens für die Einführung eines Wahlzwangs zwischen den Schulfächern Religion und Ethik ab. Angaben des Landeswahlleiters zufolge gaben bis 18 Uhr nur rund 29 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Da es für ein erfolgreiches Volksbegehren notwendig gewesen wäre, dass mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten für das Anliegen von »Pro Reli« stimmen, ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Initiatoren diese Hürde genommen haben. Offizielle Ergebnisse sollen etwa ab 20.30 Uhr vorliegen.

Ein um 18.45 Uhr vom Landeswahlleiter veröffentlichter Zwischenstand deutet noch deutlicher auf ein Scheitern des Volksbegehrens hin. Von den bis dahin ausgezählten rund 45 Prozent der rund 710.000 abgegebenen Stimmen entfielen 141.490 Stimmen auf »Nein« oder waren ungültig. Damit liegt die zu erwartende Zahl der Stimmen für das »Ja« bereits jetzt deutlich unter den 612.000 Stimmen (25 Prozent der Wahlberechtigten), die notwendig gewesen wären.

Nur in Gegenden wie Wilmersdorf lag die Beteiligung an der Abstimmung relativ hoch. Nach dem örtlichen Gottesdienst bildeten sich Schlangen an den Wahlurnen. Auch in anderen Kirchen waren die Gläubigen von den Pfarrern gedrängt worden, zur Abstimmung zu gehen. In einer katholischen Kirche stellten Kinder brennende Kerzen zur Lichterkette auf, um den Gläubigen den Weg zur Abstimmung zu weisen.

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