Dienstag, 1. September 2015

Tag des SiegesTag des SiegesKein politisches Ereignis kann losgelöst von der Epoche und den Umständen, in denen sie stattgefunden haben, beurteilt werden. Niemand kennt auch nur ein Prozent der fabelhaften Geschichte des Menschen, aber dank ihr wissen wir von Ereignisse, die die Grenzen des Vorstellbaren überschreiten.

Das Privileg, Personen und sogar die Orte kennengelernt zu haben, an denen sich einige der mit der historischen Schlacht verbundenen Ereignisse zugetragen haben, hat das Interesse wachsen lassen, mit den ich in diesem Jahre die Erinnerungszeremonie erwartet habe.

Die riesige Heldentat war die Frucht des Heldentums eines Zusammenschlusses von Völkern, die die Revolution und der Sozialismus vereinigt und verbunden hatten, um die brutale Ausbeutung zu beenden, die die Welt über Jahrtausende erlitten hat. Die Russen waren immer stolz darauf, diese Revolution geführt zu haben, und darauf, welche Opfer dafür zu bringen sie bereit gewesen sind.

Dieser überaus wichtige Jahrestag des Sieges konnte nicht unter dem Zeichen einer anderen Fahne und eines anderen Namen als denen begangen werden, die das Heldentum der Kämpfer des Großen Vaterländischen Krieges geführt haben. Es blieb etwas zweifellos unantastbares und unauslöschliches: die Hymne, unter deren unvergesslichen Noten Millionen Männer und Frauen den Tod herausgefordert und die Invasoren zerquetscht haben, die der gesamten Menschheit tausend Jahre Nazismus und Holocaust aufzwingen wollten.

Mit diesen Ideen im Kopf habe ich die Stunden genossen, die ich der organisiertesten und kämpferischsten Parade der in den russischen Militäruniversitäten ausgebildeten Männer widmete, die ich mir je habe vorstellen können.

Die Yankees und die blutrünstige Truppen der NATO haben hoffentlich nicht gedacht, dass die in Afghanistan, Irak und Libyen begangenen Verbrechen, die Angriffe auf Pakistan und Syrien, die Drohungen gegen Iran und andere Länder des Mittleren Ostens, die Militärbasen in Lateinamerika, Afrika und Asien in absoluter Straffreiheit durchgeführt werden können, ohne dass die Welt sich der außergewöhnlichen und irrwitzigen Gefahr bewusst wird.

Wie schnell vergessen die Imperien doch die Lehren der Geschichte!

Die in Moskau am 9. Mai ausgestellte Militärtechnik zeigte die beeindruckende Fähigkeit der Russischen Föderation zu einer angemessenen und variablen Antwort auf die ausgefeilten konventionellen und nuklearen Mittel des Imperialismus.

Es war der Akt, den wir uns an dem ruhmreichen Jahrestag des sowjetischen Sieges über den Faschismus erhofft haben.


Fidel Castro Ruz
10. Mai 2012
20.14 Uhr

Quelle: Cubadebate / Übersetzung: RedGlobe

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