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Kein Platz für Nazis: Protest am Berliner Tor | Drucken |  E-Mail
Hamburg
Donnerstag, den 27. August 2009 um 12:29 Uhr
Rund 100 Neonazis werden für den 11. September in Hamburg erwartet. Der NPD-Landesvorsitzende Jürgen Rieger hat eine Kundgebung gegen das linke Schanzenfest angemeldet. Wegen Polizeiübergriffen im Frühsommer wollen die Bewohner der Sternschanze am 12. September ein zweites Fest organisieren. Riegers Vorhaben, direkt durch das Schanzenviertel zu marschieren, wurde von der Hamburger Innenbehörde untersagt. Die Neonazis werden nun am weit entfernten S-Bahnhof Berliner Tor eine Kundgebung abhalten.

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts fordert dagegen ein vollständiges Verbot der NPD-Aktion. Der Übergriff auf einen schwarzen Briten bei einem NPD-Infostand am letzten Wochenende habe bewiesen, dass von der NPD erhebliche Gefahren ausgingen. Hamburgs Innensenator Ahlhaus prüft ein Verbot der Neonazi-Kundgebung, will sich aber bislang nicht festlegen. Die Polizei fordert derweil bereits Unterstützung aus anderen Bundesländern an, weil sie die Nazi-Kundgebung mit 2000 Beamten schützen will. Rund 1000 linke Gegendemonstranten werden erwartet.

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