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Hafengeburtstag: Friedensbewegung protestiert gegen Teilnahme von Kriegsschiffen |
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Hamburg
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Freitag, den 07. Mai 2010 um 13:08 Uhr |
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Die Hamburger Friedensbewegung protestiert gegen den Auftritt der Bundeswehr und anderer Kriegsmarinen beim diesjährigen Hamburger Hafengeburtstag am kommenden Wochenende. Die Fregatte »Hamburg« soll wieder einmal die Einlaufparade anführen. Das »Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung«, das wichtigste Bündnis der Friedensbewegung in der Hansestadt, kritisiert: »Der schwarz-grüne Senat hätte den Gedenktag 8. Mai, dem 65. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Hitlerfaschismus, anders begehen können, als ausgerechnet das deutsche Militär dadurch zu ehren, dass es die Einlaufparade des größten Hafenfestes der Welt anführen darf. Es zeugt von mangelndem Geschichtsbewusstsein des Hamburger Senats und verhöhnt die vielen Millionen Opfer des deutschen Militärs im Zweiten Weltkrieg.«
Die »Hamburg« ist mit 733 Millionen Euro die teuerste deutsche Kriegswaffe. Sie ist damit noch um etwa 100 Millionen Euro teurer gewesen als der Luxusliner »Queen Mary II«. Die »Hamburg« ist zur Führung von Einsatzgruppen auf den Weltmeeren hergestellt worden. Solche Einsatzgruppen können mittels Korvetten nahe an fremde Küsten vordringen. Diese Korvetten sind mit Marschflugkörpern ausgestattet, die mehr als 200 km weit auf Land schießen können. »Das hat mit Landesverteidigung nichts zu tun. Fregatten sind Bestandteil eines aggressiven maritimen Konzepts zur globalen Machtentfaltung einer militarisierten Seemacht Deutschland«, schreibt das Hamburger Forum.
»Der Senat pflegt mit der Fregatte 'Hamburg' eine Patenschaft, die das aggressive Wesen dieser Kriegsmonster verschleiert und verharmlost. Auch die Teilnahme am Hafengeburtstag dient diesem Zweck. Das Angebot 'Open Ship' soll junge Leute für die Bundeswehr werben«, warnt die Friedensbewegung ausserdem und fordert: »Kriegsschiffe haben auf Bürgerfesten nichts zu suchen! Bundeswehr und Senat setzen auf einen Gewöhnungsprozess an das Militär.« Das Hamburger Forum bekräftigt deshalb seine Forderung an den schwarz-grünen Senat, die Patenschaft mit dem Kriegsschiff »Hamburg« aufzulösen.
Das Hamburger Forum will gegen die Präsenz der Kriegsschiffe auf der Elbe selbst demonstrieren, und zwar am Sonntag, 9. Mai, zwischen 15.30 und 18 Uhr, auf der Barkasse »Antoinette« zwischen dem Traditionshafen Sandtorkai und Ovelgönne.
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