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Billigarbeit in Musical-Theater Operettenhaus? |
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Hamburg
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Samstag, den 11. Februar 2012 um 12:10 Uhr |
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Schlechte Nachricht haben vor wenigen Tagen rund 30 der gesamt 200 Beschäftigten des Hamburger Operettenhauses erhalten: Die Dresserinnen und Dresser sollen zum September ausgegliedert und in eine Fremdfirma »Tempcrew UG« wechseln. Absender der Nachricht ist der aktuelle Arbeitgeber Stage Entertainment, ein expandierendes, internationales Unternehmen mit über 600 Millionen Euro Umsatz.
Die Pläne stoßen auf massiven Widerstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). »Mit einer Ausgliederung drohen den Betroffenen Billigarbeit und ungeschützte Arbeitsverhältnisse«, kritisiert Agnes Schreieder, stellvertretende Landesleiterin von ver.di in Hamburg.
Schreieder weiter: »Es ist absehbar, dass keine oder schlechtere Tarife gelten werden und die Kräfte als Zeitarbeitskräfte extrem flexibel eingesetzt werden sollen. Der Schutz von Betriebsräten fehlt. Fast alle Betroffenen sind Frauen, viele haben Kinder und Familie. Die meisten verdienen zwischen 1000 und 1500 € im Monat.«
In einer ersten öffentlichen Aktion wollen sich heute abend ver.di und Betroffene sowie Unterstützer/innen aus den anderen Muscial-Theatern in Hamburg an das Publikum im Operettenhaus wenden, in dem derzeit »Sister Act« aufgeführt wird.
Neben dem Operettenhaus betreibt Stage Entertainment in Hamburg das Hafentheater mit »König der Löwen« und die Neue Flora mit »Tarzan«. Der Sitz der deutschen Gesellschaft mit insgesamt neun Muscial-Theatern ist in Hamburg (Kehrwieder 6). Der Konzern hat erst kürzlich von der Stadt das Operettenhaus gekauft. Im Hafen wird ein zweites Theater gebaut. Erhebliche Investitionen sind auch in eine Seilbahn über die Elbe vorgesehen.
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