| Massenfestnahme von über 200 DemonstrantInnen in Wuppertal | | Drucken | |
| NRW |
| Samstag, den 03. Mai 2008 um 10:42 Uhr |
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Im Schatten der schweren Auseinandersetzungen in Hamburg kam es bei den diesjährigen Aktionen zum 1. Mai auch in Wuppertal zu schweren Übergriffen durch die Polizei. Wie die Organisatoren der Autonomen 1. Mai-Demo in Wuppertal mitteilen, ist der Demonstrationszug mit 400 TeilnehmerInnen "zum ersten Mal nach 22 Jahren" von Polizeieinheiten aus Wuppertal, Duisburg und Bielefeld "überfallen und zerschlagen" worden.
Weiter heisst es in der Pressemitteilung: "Über 200 Menschen wurden verhaftet und bis in die Nacht in improvisierten Gefangensammelstellen festgehalten und nach Wuppertaler Polizeiart zum Teil beschimpft, beleidigt und misshandelt. Diese Massenfestnahme ist die größte Massenverhaftung in Wuppertal seit 1945. Das ist die Krönung der polizeilichen Übergriffe der letzten beiden Jahre auf eine Demonstration, die seit 1986 in Wuppertal unterschiedliche Spektren der Linken gegen soziale Ungerechtigkeit auf die Straße bringt." Scharf weisen die Veranstalter Behauptungen der Polizei zurück, es wäre "Brennspiritus auf Polizisten geworfen" worden: "Hier standen wohl die Lügen der Polizei in Heiligendamm Pate". Wie die Organisatoren mitteilen, wurde ihr Demonstrationszug bereits nach wenigen Metern von den Polizeikräften angegriffen: "Am Kosakenweg wurde der Kessel geschlossen, die ersten Reihen der Demonstration wurden massiv mit Pfeffergas besprüht und mit Knüppeln angegriffen. Es kam zu zahlreichen Verletzungen. Die späteren Festnahmen im Kessel wurden zu polizeilichen Übungszwecken von Greiftrupps durchgeführt. Bei den Übungszugriffen kam es grundlos zum Teil zu erheblichen Verletzungen. DemonstantrInnen wurden brutal auf den Boden geworfen, geschlagen und getreten. Die unterbezahlten Straftäter in Uniform ließen es sich auch nicht nehmen DemonstationsteilnehmerInnen zu bedrohen und zu beleidigen." Nach Ansicht des Wuppertaler Demobündnisses war der Angriff auf die Demonstration von langer Hand vorbereitet: "Der Ort des Polizeikessels stand schon vorher fest. Dixiklos wurden nur kurze Zeit später aufgestellt, ein Bus der Stadtwerke wurde zusätzlich zum Gefangentransport und als Gefangensammelstelle missbraucht. Die Verhafteten mussten zum Teil bis zu sieben Stunden bei Wind und Wetter draußen stehen Die schlecht geölte Bürokratie des Polizeiterrors spuckte ihre letzten Opfer erst um 2:30 Uhr in der Nacht wieder aus." Die Organisatoren kündigen an: "Die Angriffe auf unsere autonome 1.Mai Demo werden Konsequenzen haben.Die Misshandlungen und Demütigungen durch die Polizei führen nicht nur zur Einschüchterung und Rückzug, sondern mitunter zu Reaktionen und Politisierung. Das Recht gegen soziale Ungerechtigkeit und für ein besseres Leben auf die Straße zu gehen, auf der Straße gegen Faschismus und Antisemitismus zu kämpfen lassen wir uns von dieser dummen , frechen und brutalen Polizei nicht nehmen." Neuere Artikel:
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