| DKP-Fraktion warnt vor Kältetod | | Drucken | |
| NRW |
| Donnerstag, den 15. Januar 2009 um 20:33 Uhr |
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Die Gladbecker Ratsfraktion der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) hat eine Sondersitzung des Sozialausschusses beantragt, nachdem die für den 20. Januar vorgesehene ordentliche Sitzung des Gremiums »mangels beratungsbedürftiger Themen« abgesagt worden war, obwohl die DKP fristgerecht einen Antrag zum Thema Gladbecker Tafel gestellt hatte. Mit der Sondersitzung wollen die Kommunisten verhindern, dass in Gladbeck mitten im Winter und bei Dauerfrost Familien von Energiesperrungen betroffen sind.
Der DKP-Ratsfraktion liegen Informationen vor, dass der Stromversorger »Emscher Lippe Energie GmbH« (ELE) auch in der zu Jahresbeginn 2009 stattgefundenen Dauerfrostperiode Energiesperrungen vorgenommen hat. Wahrscheinlich sind hiervon auch Familien mit minderjährigen Kindern betroffen. »Obdachlose drohen bei Minusgraden zu erfrieren. Welche vorbeugenden Hilfen (Unterkünfte, Schlafsäcke etc.) stellt die Stadt Gladbeck zur Verfügung?« ist deshalb das Thema der von den Kommunisten beantragten Sondersitzung. »Selbst wenn im Einzelfall die rechtlichen Voraussetzungen für die Energiesperre vorgelegen hätten, wäre sie im konkreten Falle, bei derartigen Witterungsbedingungen, in Hinblick auf die konkreten Folgen zumindest moralisch völlig unvertretbar. Man stelle sich vor: Ohne Heizung, ohne Licht, ohne die Möglichkeit, eine warme Mahlzeit oder warme Getränke zubereiten zu können...« schreibt die DKP in der Begründung ihres Antrags auf eine Sondersitzung. Die Gladbecker DKP-Ratsfraktion fordert seit längerem, Stromsperren generell zu verbieten bzw. erst nach gerichtlichen Beschlüssen zuzulassen, ähnlich wie bei Wohnungs-Zwangsräumungsverfahren. Solange es derartige Verbote nicht gibt, unterstützt die DKP Bestrebungen, durch gezielte Beratungen bzw. Vermittlungen die Zahl von Energiesperren zu reduzieren. »Dass die ELE offensichtlich völlig unbeeindruckt hiervon selbst bei ungünstigsten klimatischen Bedingungen Energiesperren vornimmt, zeugt von fehlender sozialer Sensibilität« schreibt die Fraktion, die sich einen Antrag für die Sitzung offen hält. Neuere Artikel:
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