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Rot-Weiß Oberhausen wittert Castro-Verschwörung | Drucken |  E-Mail
NRW
Mittwoch, den 07. Juli 2010 um 20:14 Uhr

Fidel Castro im SportanzugWorum sich Fidel Castro angeblich so alles kümmert, wenn er gerade keine »Reflexionen« schreibt... Niemand geringeres als der frühere kubanische Präsident habe der Fußball-Nationalmannschaft der Insel verboten, zu einem Testspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen in die Ruhrgebietsstadt zu reisen, vermeldete der Zweitligist am Mittwoch auf seiner Homepage. Der Grund für die Absage der Kubaner sei, daß zuletzt »mehrfach bei Auslandsreisen dieser Nationalelf Spieler geflüchtet« seien. Die Agentur »Spport-Informationsdienst« (SID) und viele Medien wie »Welt Online« und »Handelsblatt« übernahmen sofort diese Ente - Antikommunismus statt Recherche.

Offenbar als einzige fragte die Tageszeitung »junge Welt« nach. Dem Blatt gegenüber erklärte Oberhausens Pressesprecher, diese Information stamme von der Agentur, die die Tour organisiert habe. Diese kommentierte gegenüber jW die Meldung von einer Einflußnahme Castros jedoch spontan mit einem kräftigen »Schwachsinn!« Tatsächlich habe der kubanische Fußballverband mitgeteilt, die Rundreise könne im Juli aufgrund von »höherer Gewalt« nicht durchgeführt werden. In dem der Zeitung vorliegenden Schreiben des Präsidenten des kubanischen Fußballverbandes,  Luis Hernández Herez, heißt es weiter, man wolle prüfen, ob die Tournee im August nachgeholt werden könne.

Quelle: junge Welt, Rot-Weiß Oberhausen / RedGlobe


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