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Ecuador protestiert gegen Nazi-Überfall in Magdeburg | Drucken |  E-Mail
Sachsen-Anhalt
Freitag, den 24. Dezember 2010 um 16:43 Uhr

Gegen NazisMit einer offiziellen Note hat die Botschaft Ecuadors in Berlin in dieser Woche den offenbar rassistisch motivierten Überfall auf einen ecuadorianischen Staatsbürger in Magdeburg verurteilt. Der gegenwärtige Geschäftsträger a.i. der diplomatischen Vertretung, Fernando Bucheli Vargas, überreichte die Protestnote am Dienstag Vertretern des Auswärtigen Amtes. Die deutschen Diplomaten ihrerseits sprachen Ecuador und dem Opfer des Überfalls ihre Solidarität aus und kündigten an, alles Notwendige für eine Aufklärung der Ereignisse zu veranlassen.

Der 24 Jahre alte José Luis Casco Guerra, der derzeit in Magdeburg studiert, hatte sich am 18. Dezember gemeinsam mit zwei Studienkolleginnen - einer Deutsch-Ecuadorianerin und einer Mexikanerin - an einer Straßenbahnhaltestelle aufgehalten, als er von vier Männern völlig grundlos beleidigt und körperlich angegangen wurde. Dabei wurde der Student schwer verletzt und musste zur Notfallbehandlung ins Magdeburger Olvenstedt-Krankenhaus eingeliegfert werden. Dort wurde er operiert und erholt sich derzeit von den erlittenen Schlägen. Die Diplomaten seines Heimatlandes stehen in ständigen Kontakt mit ihm und den deutschen Behörden.

Auch das ecuadorianische Aussenministerium in Quito verurteilte in einer Erklärung die rassistische Aggression und forderte die Bestrafung der Schuldigen.