| Kiel diskutiert Religionsunterricht - Freidenker für Trennung von Kirche und Schule | | Drucken | |
| Schleswig-Holstein |
| Dienstag, den 12. Februar 2008 um 11:28 Uhr |
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Mit einer Großen Anfrage hat die CDU-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein den im nördlichsten Bundesland nach Konfessionszugehörigkeit der Schülerinnen und Schüler aufgeteilten Religionsunterricht auf die Tagesordnung gebracht. Am 22. November 2007 wurde die Antwort der Landesregierung im Parlament debattiert und zur weiteren Beratung in den Bildungsausschuss überwiesen. Dieser hat nun zu einer öffentlichen Anhörung eingeladen, an der auch die norddeutschen Freidenker teilnehmen werden. Der DFV-Nord e.V. fordert eine strikte Trennung von Kirche und Schule und wird am 21. Februar mit der Landesvorsitzenden Angelika Scheer sowie ihrem Stellvertreter Cornelius Kaal an der Sitzung teilnehmen.
In einer schriftlichen Stellungnahme erläutert der Freidenker-Verband seine Forderung nach einer Trennung von Kirche und Schule: "Dies beinhaltet selbstverständlich auch die strikte Trennung von Kirche und Schule. Trennung von Kirche und Schule heißt für uns: Weltanschauliche Neutralität an öffentlichen Schulen, keine Missionierung und Glaubensunterweisung auf Kosten aller Steuerzahler. Schleichende Versuche einer Vereinnahmung des Biologie- und Deutschunterrichts zur Unterweisung religiöser Inhalte wird von uns strikt abgelehnt. Religion ist Privatsache und keine öffentliche Angelegenheit. Religionsunterricht ist abzuschaffen, an seine Stelle sollte ein für alle Schüler verbindliches Unterrichtsfach Ethik treten. In diesem Fach könnten dann auch Grundlagen der Weltreligionen aus religionswissenschaftlicher Sicht vermittelt werden. Die Regelschule muss aus unserer Sicht die bekenntnisfreie Schule werden." Tatsächlich ergeben die von der Landesregierung in ihrer Antwort auf die CDU-Anfrage vorgelegten Zahlen, dass in Schleswig-Holstein nur noch zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler den christlichen Konfessionen angehören, ein Zehntel gibt als Religionszugehörigkeit "sonstige" an, während - je nach Schulform - ein Fünftel bis ein Viertel der Schülerinnen und Schüler auf die Frage nach Religionszugehörigkeit keine Antwort gibt, also überwiegend vermutlich kirchlich ungebunden ist. Quellen: DFV Nord, Landtag Schleswig-Holstein / RedGlobe |


