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DKP feiert im Revierpark Wischlingen - ohne »Die Bandbreite« | Drucken |  E-Mail
Kultur
Dienstag, den 21. Juni 2011 um 11:28 Uhr

UZ-Pressefest in DortmundZum insgesamt 17. Mal und zum neunten Mal an diesem Ort findet am kommenden Wochenende im Dortmunder Revierpark Wischlingen das Pressefest der DKP-Wochenzeitung UZ statt. Auf zwei Hauptbühnen und in zahlreichen Zelten wird von Freitag bis Sonntag ein dreitägiges kulturelles Programm geboten. Zu dem »Fest der Solidarität« erwartet die DKP wieder Zehntausende von Besuchern aus der Umgebung und aus dem demokratischen und linken Spektrum der Bundesrepublik Deutschland. Zahlreiche Künstler aus dem In- und Ausland werden die Vielfalt fortschrittlicher und linker Kultur repräsentieren.

Zu dem Fest wurde auch die Hip-Hop-Band »Die Bandbreite« eingeladen. In den vergangenen Wochen wurde daraufhin insbesondere aus dem politischen Spektrum der sogenannten »Antideutschen« massiver Druck auf die Veranstalter ausgeübt, diese Gruppe wieder auszuladen. Sie dürfe nicht auftreten, weil sie sexistische, homophobe, rassistische, faschistische und antisemitische Inhalte verbreite.

Nun teilt die DKP mit, dass das geplante Konzert der Gruppe nicht stattfinden wird. In einer Pressemitteilung schreibt die Partei: »Wir haben die Vorwürfe sorgfältig geprüft und halten die Mehrheit der Vorwürfe für konstruiert und Teil einer üblen Kampagne. Die Band will sich Debatten stellen und will mit ihren Positionen überzeugen. Über ihre Positionen kann man unterschiedlicher Meinungen haben.  Einige Auftritte der Band auf Veranstaltungen, deren Initiatoren und deren politischer Anspruch nach unserer Auffassung fragwürdig sind, halten wir jedoch für kurzsichtig und politisch falsch, auch wenn die Band versucht hat, auch dort ihre Inhalte zu vermitteln und immer ihre linke Grundhaltung betonte. All dies lässt jedoch nicht die Schlussfolgerung zu, es handle sich um eine Band, die rechtem Gedankengut anhänge oder „Querfrontpolitik“ betreibe.«

Nach gründlichen Recherchen sowie nach Gesprächen mit anderen Veranstaltern und Kulturschaffenden seien die Organisatoren des UZ-Pressefestes zu dem Ergebnis gekommen, dass »Die Bandbreite« aus ihrer Sicht nach wie vor zum breiten Spektrum linker Kultur zähle. »Wir wollten Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit geben, die Band auf dem Pressefest der UZ kennenzulernen und sich ein eigenes Bild zu machen. Auf Grund diverser Hinweise müssen wir jedoch befürchten, dass es bei diesem Konzert zu massiven Störungen und Auseinandersetzungen kommen wird. Wir haben deshalb mit der Gruppe „Die Bandbreite“ vereinbart, dass ihr Konzert auf dem Fest ausfällt. Dies geschieht aus der Sorge, dass es uns sonst nicht möglich wäre, ein friedliches und solidarisches Volksfest auszurichten. «

»Die Bandbreite« habe die Konzertabsage bedauert, aber Verständnis für den Wunsch nach einem störungsfreien Fest der Solidarität gezeigt und sich bereit erklärt, an einer Diskussion mit Befürwortern und Kritikern teilzunehmen. »Wir erwarten eine kulturvolle Debatte über die künstlerischen wie politischen Ansprüche der Band, ihre bisherigen Auftritte und vor allem über ihre Liedertexte,« so die DKP abschliessend.

Weitere Informationen über das UZ-Pressefest unter www.fest-der-solidaritaet.de


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Kommentare 

 
+13 #6 2011-06-23 23:18
@ sepp aigner

du irrst.
1. nur, weil der blog 'reflexion' von anscheinend eher 'antideutsch' ist, bedeutet das nicht, dass die kritik an der bandbreite verkehrt ist! im gegenteil! als linker, kommunist, internationalis t muss (!) ich die bandbreite auf die gleiche weise kritisieren!
Dass die Band AUCH von 'antideutschen' kritisiert wird entlastet einen nicht von der Auseinandersetz ung.
("Die Feinde meiner Feinde sind nicht automatisch meine Freunde!")

2. "die fronten werden klarer"?
im gegenteil!
zu behaupten, dass die bandbreite im 'eigenen lager' nicht auf kritik und ablehnung stoßen ist falsch. auch innerhalb der dkp und der sdaj, sowie bei vielen weiteren linken ist die kritik un ablehnung dieser band groß.
das lässt hoffen, dass es auch noch kritsiche, linke geister in der dkp gibt, denn so habe ich sie bisher auch erlebt. diese unterstützung von menschen, die an die 'jüdische weltverschwörun g' glauben, die homosexualität ablehnen, die gemeinsam mit faschisten arbeiten, die deutschland geil finden, die vergewaltigunge n gutheißen...., das ist zumindest mit neu und erschüttert mich immer noch.

3.
Das, was du als Drohung gegen das Pressefest intepretierst, intepretiere ich als Versuch das linke Fest auch links zu halten.
Ich würde eine Intervention begrüßen, denn ich glaube neben den wenigen Spinnern, die es eben auch in der DKP gibt, sind die meisten BesucherInnen des Pressefestes eben noch die kritischen KommunistInnen, die zumindest ich bisher erlebt habe. Und nicht alle haben die Debatte um die Bandbreite bisher mitbekommen, insofern halte ich Aufklärung, WEN man sich da auf's Fest gebucht hat, für mehr als sinnvoll!

(s. ND-Pressefest, wo die bandbreite auch mal spielte: Nach Verteilung von aufklärenden Flugblättern über die Bandbreite verließen auch die letzten den Saal :-) )
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-16 #5 2011-06-23 19:53
Der Link von "antiimp" zeigt, dass es sich um eine Kampagne der sogenannten Antideutschen handelt, die unter dem Deckmantel "links" in Wirklichkeit pro-imperialistisch e Positionen vertreten und denen keine Verdrehung zu billig ist, um wirkliche Linke zu denunzieren. Letzteres ist ihr Job. Die DKP in die Nähe von Querfront zu rücken ist lächerlich. Aber darauf kommts ja nicht an. Jedes Mittel ist recht.
Die Botschaft des verlinkten Blogs enthält die Drohung, das UZ-Pressefest ungeachtet der Ausladung der Gruppe bandbreite aufzumischen. Das zeigt: Zurückweichen nutzt nichts. Diese als Linke verkleideten Rechten kommen halt einen weiteren Schritt hinterher, das ist alles. Das ist logisch und konsequent. Es geht ja schliesslich darum, die Linke zu spalten und ihr in jeder möglichen Weise zu schaden.
Aber das hat auch sein Gutes. Die Fronten werden klarer. Die Wirksamkeit dieser Kampagne hat ihren Höhepunkt wohl schon überschritten.
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+3 #4 2011-06-23 18:27
neuer text zu den aktuellen geschehnissen.

http://reflexion.blogsport.de/2011/06/23/verschwoerungsrapper-auf-dem-pressefest-ii/
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+19 #3 2011-06-21 14:47
die ausladung der bandbreite ist einerseits konsequent, andererseits nur halbherzig. wer nur aufgrund von angst vor störungen die bandbreite auslädt, hat sich nicht inhaltlich mit den texten und den reaktionärem gedankengut der band befasst.

zu behaupten, dass nur 'antideutsche' diese band kritisieren ist falsch und deligitimiert zudem die völlig berechtigte kritik an dieser band, denn auch aus einer kommunistischen , internationalis tischen sicht ist die band abzulehnen, diskrimierungen aller art, und davon propagiert die bandbreite ne menge, sind abzulehnen!
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+4 #2 2011-06-21 13:22
Eine kritische Betrachtung der "Bandbreite" findet sich z.B. hier:

http://reflexion.blogsport.de/2009/03/26/verschwoerer/
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-14 #1 2011-06-21 12:02
"Wir wollten Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit geben, die Band auf dem Pressefest der UZ kennenzulernen und sich ein eigenes Bild zu machen."

... und dann aufgrund einer lancierten Kampagne die Band kurzfristig ausladen?!? Das nenne ich inkonsequent. Überdies ist das Wasser auf die Mühlen all derer, die seit Wochen gegen die Bandbreite, aber auch gegen DKP und Pressefest hetzen.

Peinlich zudem, dass leider auch einige Mitglieder aus DKP und SDAJ hier gegen das eigene Pressefest Stimmung gemacht haben, u.a. durch entsprechende Rundmails. Ob das die zielführende Methode ist, um auf Antikommunismus und "Antideutsche" zu reagieren, bezweifle ich doch sehr.

"Was immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken." (Erich Kästner)
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