| Bundeswehr pflegt »Grundwerte« des Nazi-Regimes | | Drucken | |
| Friedensbewegung |
| Samstag, den 11. April 2009 um 15:18 Uhr |
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Wie das ARD-Politikmagazin »Kontraste« berichtet, wird in Bundeswehr-Handbüchern für Ausbilder die Tradition der Hitler-Wehrmacht lebendig gehalten. In den Büchern »Einsatznah ausbilden« und »Üben und schießen« wimmelt es von Wehrmachts-Kriegsgeschichten. Im Landser-Jargon werden zum Beispiel die Erlebnisse eines Panzervernichtungstrupps aus dem Jahr 1944 erzählt und Wehrmachtsvorschriften zitiert. An anderer Stelle wird ein junger Offizier aus dem Jahr 1943 zitiert, der sich über fehlenden »Kampf- und Abwehrwillen« der eingeschlossenen Wehrmachtstruppen in Stalingrad empört.
Immer wieder auch Landsergeschichten, die den angeblich heroischen Geist der Truppe im Rußlandfeldzug beschwören, Zitat: »Das Vertrauen zur Führung ist unangetastet. Daß ständig kaum ausgeheilte Verwundete und Halbkranke zum ‚alten Haufen’ drängen, ist …ein Beweis für den Geist der Truppe…« Dazu präsentiert die Bundeswehr den Merksatz: »Jeder Soldat ist Kämpfer! Jeder Soldat muß feuerbereit sein!« »Kontraste« merkt an: »Dass es Hitlers Wehrmacht war, wird einfach ausgeblendet. In diesen Ausbildungsbüchern wird die Wehrmacht dagegen zum großen Lehrmeister verklärt. Sogar dort, wo es um die heutige Kampfausbildung geht, bekommt der Bundeswehrausbilder ständig Vorschriften der Wehrmacht vorgesetzt. Kein Kapitel ohne Rückgriff auf Wehrmachts-Richtlinien oder Merkblätter. Als hätte die Bundeswehr keine eigenen Richtlinien.« Die Bundeswehr sieht keinen Grund zur Aufregung. Der für die Ausbildung im Heer zuständige General , Walter Spindler, sagte, jeder Ausbilder müsse »in der Lage sein, die Beispiele in vernünftige Bezugsrahmen zu stellen«. Außerdem existierten »militärische Grundwahrheiten auch während der zwölf Jahre eines totalitären Regimes«, so Spindler. Der Militärhistoriker Detlef Bald zeigt sich gegenüber dem ARD-Magazin hingegen entsetzt über die Lehrbücher: Sie seien ein absoluter Skandal und verharmlosten die Wehrmacht. Quellen: Kontraste, Indymedia / RedGlobe Neuere Artikel:
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