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SDAJ ärgert Bundeswehr in Aachen |
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Friedensbewegung
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Montag, den 08. März 2010 um 01:06 Uhr |
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Im Rahmen der »Euregio Wirtschaftsschau« in Aachen stellte sich, neben vielen Unternehmen aus der Region, auch die Bundeswehr vor. Sie warb mit militärischem Gerät, Hochglanzbroschüren und einem Quiz um die Aufmerksamkeit der Jugendlichen. Nachdem sie die erst einmal gewonnen hatten, erzählten sie den Jugendlichen, wie aufregend der Job bei der Bundeswehr sei, welche Möglichkeiten sich ihnen bieten wenn sie sich verpflichten, wieviel Geld sie bekommen und dass sie nur mit modernster Technik arbeiten werden. Dabei fiel kein Wort zur eingeschränkten persönlichen Freiheit, zum Leben in einer abgeschotteten Welt oder den Risiken eines Auslandseinsatzes, der mit der Verpflichtung verknüpft ist. Soldaten leben nach Befehl und Gehorsam statt frei und selbstbestimmt. Die Bundeswehr nutzt gezielt den Ausbildungsplatzmangel in der freien Wirtschaft aus und präsentiert sich als »Retter« in der Notsituation, »Karriere mit Zukunft« ist dabei ihr Leitsatz.
Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) organisierte eine Störaktion gegen diesen Werbestand. Unterstützt wurde sie dabei vom Anti-Kriegs-Bündnis (AKB) Aachen und den JungdemokratInnen/Junge Linke (JD/JL) Aachen. Nachdem Mitglieder des Aachener Friedenspreises vergeblich mit den Jugendoffizieren diskutierten, haben sich SDAJ, AKB und JD/JL vor dem Stand der Bundeswehr positioniert und mit Flugblättern und einem Transparent auf die Hauptaufgabe der Bundeswehr hingewiesen – Krieg führen.
Durch Gespräche mit Besuchern konnten die Forderungen nach Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen, sofortige Abrüstung und Schulen als »Bundeswehrfreie Zonen« weiter ausgeführt werden. Die Resonanz der Besucher auf unseren Protest waren größtenteils positiv.
Die Angehörigen der Bundeswehr waren auf Gegenwehr offensichtlich nicht vorbereitet und reagierten lange Zeit gar nicht. Die Demonstranten wurden nach 15 Minuten vom Sicherheitspersonal der Euregio des Geländes verwiesen und beendeten daraufhin ihren friedlichen Protest. Während der Aktion wurden vor dem Eingang der Messe gleichzeitig Flyer verteilt und das Gespräch mit Besuchern gesucht.
Mit dieser Aktion knüpften die SDAJ und das AKB an ein erfolgreiches antimilitaristische Konzert vom Vorabend an, bei dem 150 Menschen für Frieden und Abrüstung im Autonomen Zentrum (AZ) Aachen feierten. Einmal mehr zeigte sich, dass die Bundeswehr mancherorts durchaus unbeliebt ist und mit Gegenwehr zu rechnen zu hat.
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