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Ostermarsch in Müllheim: Über 200 Teilnehmer fordern Frieden und sozialen Fortschritt |
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Friedensbewegung
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Montag, den 05. April 2010 um 22:25 Uhr |
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Wenn sich über 200 Menschen am Ostermontag im äußersten Südwesten Deutschlands vor der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade in Müllheim versammeln, dann ist Ostermarsch. Für eine Welt, die von Kriegen nichts mehr hält. Der Sprecher des Friedensrates Markgräflerland, Ulrich Rodewald, ging in seiner Rede auf die Rolle der Deutsch Französischen Brigade in einer Politik ein, die mehr und mehr auf kriegerische Lösung von Konflikten setzt, als auf zivile Lösungen.
Rodewald hob entschieden Einspruch gegen die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kultusministerium Baden Württembergs und der Bundeswehr. Am Beispiel eines Besuchs einer Klasse des deutsch französischen Gymnasiums Freiburg bei der Brigade machte Rodewald deutlich, dass es mit dieser Vereinbarung nicht darum gehe, politische Bildung zu vermitteln, sondern junge Menschen für das Militär zu rekrutieren. Zugleich prangerte Rodewald an, dass die Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade in Immendingen noch heute nach einem Soldaten der faschistischen Wehrmacht benannt ist.
Im zweiten Teil seiner Rede ging Rodewald auf die Rolle Deutschlands im Krieg in Afghanistan ein und forderte unter dem Beifall der Kundgebungsteilnehmer den sofortigen Rückzug der Soldatinnen und Soldaten. Gerade angesichts der jüngsten Ereignisse in Afghanistan forderte er die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr auf, das zu tun, was manche in Amerika längst getan haben: Den Befehl zum Töten zu verweigern, zu desertieren gegen den eigenen Fahneneid und diesen zu ersetzen durch die Treue zu einer Menschlichkeit, die jeder fühlen kann.
Fröhlich, bunt und mit Musik setzte sich dann der Zug zum Ostermarsch durch Müllheim in Bewegung. Auf dem Marktplatz setzten sich Wolf Rosskamp vom DGB Müllheim/Neuenburg und Joachim Keim von der Evangelischen Arbeitnehmerschaft kritisch mit der Politik der gegenwärtigen Bundesregierung auseinander und forderten ein entschiedenes Umlenken zu mehr sozialer Gerechtigkeit
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Kommentare
Die Friedensbewegun g ist eine gute Sache, es sollte darauf hingewiesen werden, dass durch Krieg nur Not und Elend zustande kommt.
Aber was dieser Rodewald propagiert ist ein Unsinn sondergleichen. Ich unterstelle ihm eine gewisse Schulbildung, dann sollte er sich doch einige Dinge selbst beantworten können.