19 | 07 | 2019

Unter dem Motto »Demokratisierung der Kunst und des Kunstbesitzes« startet die in Berlin erscheinende Tageszeitung junge Welt am 6. Juli eine neue Kunstedition. Sie knüpft damit an eine Tradition an, die in die 1970er Jahre zurückreicht: Die Junge Welt, auflagenstärkste Publikation der DDR, bot einmal im Monat kostengünstig signierte Originalgrafiken von noch jungen, weniger bekannten, aber auch international renommierten Künstlern in limitierten Auflagen an.

Solidarische Grüße aus Köln nach Venezuela. Foto: Marcel KunzmannSolidarische Grüße aus Köln nach Venezuela. Foto: Marcel KunzmannNicht-kommerzielle Gegenkultur statt teurer Mainstream-Musik: Am heutigen Montag endet in Köln das Festival der Jugend, eines der größten linken Jugendfestivals in Deutschland. An dem Wochenende kamen 2.000 BesucherInnen in den Jugendpark am Rhein, ein großer Teil davon blieb als Dauergäste auf dem Campinggelände.  Was das Motto „Zeit für Widerstand“ bedeutet, zeigte sich am Sonntag als der Musiker Kutlu von Microphone Mafia ein Lied den Opfern des NSU-Nagelbombenanschlags in der Keupstraße widmete, der sich an diesem Tag zum 15. Mal jährte. Auch deutlich wurde dies,  als das Publikum zum Abschluss mit einem Transparent seine Solidarität mit Venezuela bekundete. Die Botschaft heißt: „Hoch die internationale Solidarität!“ und „Niemand wird vergessen!“

M und RRund 400 Besucherinnen und Besucher sowie drei Generationen politischer Künstler appellieren: „Schließt euch zusammen gegen Faschismus und Krieg!“ Nach einem erfolgreichen Auftakt im Berliner „Heimathafen Neukölln“ haben am Samstag auf der Künstlerkonferenz der Zeitschrift Melodie&Rhythmus die Auschwitz-Überlebende und Sängerin Esther Bejarano, der Liedermacher Konstantin Wecker und weitere Künstler für ein Highlight gesorgt. Sie alle appellierten an Kunstschaffende, sich dem Kampf gegen rechten Zeitgeist, Faschismus und Krieg anzuschließen. Bejarano, Wecker und der afghanische Künstler Shekib Mosadeq sangen gemeinsam das bekannte Partisanenlied „Bella Ciao“.

SDAJ Logo»Zeit für Widerstand!« – Unter diesem Motto startet am Freitag im Kölner Jugendpark das Festival der Jugend 2019. Die Organisatoren des größten unkommerziellen und von Jugendlichen selbst veranstalteten politischen Festivals Deutschlands erwarten ein erfolgreiches Wochenende.

Vorgestern starteten die Vorbereitungen am Kölner Rheinufer: Bühnen, Großzelte und Essensstände werden aufgebaut, Licht und Technik installiert, Infrastruktur für die Verpflegung von über tausend BesucherInnen eingerichtet. Morgen startet im Jugendpark Köln ein vielfältiges politisches und kulturelles Angebot.

SDAJ LogoÜber das diesjährige Pfingstwochenende, vom 7. bis zum 10. Juni, wird erneut das alle zwei Jahre stattfindende Festival der Jugend seine Zelte im Jugendpark Köln am Rhein aufschlagen. Zu einem der größten linken Festivals in Deutschland zählend wird es komplett ehrenamtlich organisiert. Das Prinzip: Von Jugendlichen für Jugendliche. Dabei werden die Veranstalter der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) und ihre Mitveranstalter von der Naturfreundejugend NRW auch in diesem Jahr von mehr als 50 Organisationen und Gruppen unterstützt, darunter auch zahlreiche Gewerkschaftsgliederungen wie die IG BAU-Jugend bundesweit oder regionale Strukturen der IG-Metall-Jugend und der ver.di-Jugend. Rund 800 Camping- und 1500 Tagesgäste aus ganz  Deutschland werden erwartet.

KünstlerkonferenzMusiker, Literaten, Schauspieler und andere Künstler werden am Pfingstsamstag, den 8. Juni, im Berliner Heimathafen Neukölln auf Einladung der Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus zu einem Gipfeltreffen der Kultur zusammenkommen. Laut Veranstalter sollen dort Diagnosen des »Anschwellenden Bockgesangs« diskutiert, Perspektiven gegen den Rechtstrend entwickelt und mit einer Kultur-Gala internationale Solidarität gegen Faschismus und Krieg gezeigt werden.

jungewelt neuWie die Redaktion der Tageszeitung »junge Welt« am Donnerstag aus dem engsten Familienkreis erfuhr, ist der Schriftsteller und Sänger Wiglaf Droste am Mittwoch abend im Alter von 57 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in Pottenstein (Franken) verstorben. Er schrieb seit 1994 regelmäßig für die »junge Welt«, seit Januar 2011 hatte er eine tägliche Kolumne. Zuletzt berichtete er darin vom Eheglück in Franken.

Am Sonntag ging die Leipziger Buchmesse 2019 zu Ende. Zum ersten Mal war auch das Aktionsnetzwerk “Leipzig liest weltoffen”, welches von „Leipzig nimmt Platz“ initiiert wurde, vertreten. Es ist zusammengesetzt u. a. aus den Vereinen Leipzig. Courage zeigen, Erich-Zeigner-Haus, Say it loud und Lauter. Leise. Neben einer Kundgebung zur Eröffnung der Buchmesse gab es einen eigenen Stand, an dem sich Leipziger Initiativen und Vereine präsentierten, die sich für Demokratie und gegen Ideologien der Menschenfeindlichkeit positionieren. Das Rahmenprogramm mit rund 20 Lesungen, Diskussionen und Workshops bildete ein breites Spektrum von lyrischen Tönen bis Aufklärung gegen Rechts.

Pressemitteilung des Bündnisses „Leipzig liest weltoffen“

Auch in diesem Jahr sollen die Besucher*innen der Leipziger Buchmesse mit Verlagen konfrontiert werden, die mit ihren Publikationen und Veranstaltungen Einstellungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, rechtsnationale, antidemokratische und antiliberale Tendenzen verbreiten. So zog im vergangenen Jahr zum Beispiel eine in Burkas gekleidete Menschengruppe mit islamfeindlicher Aussage über die Leipziger Buchmesse. Auf der Seite der Zivilgesellschaft gab es friedliche, kreative Protestformen, auf der Messe selbst sowie im Rahmen einer Demo zur Feierlichen Eröffnung, z. B. die Fotoaktion Büchermeer.

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