| Das war nicht der wirkliche Thälmann! | | Drucken | |
| Medien |
| Montag, den 14. September 2009 um 09:38 Uhr |
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Zwischen »Kripo-Live« und einem Bericht über das Liebesleben der Nachtschichtarbeiter bemühte sich die Geschichtsredaktion des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) gestern vergeblich um die Wahrheit über den deutschen Kommunisten Ernst Thälmann. Die dem von den Nazis ermordeten KPD-Vorsitzenden gewidmete Gedenkstätte in Hamburg kritisiert: »In 45 Minuten wurde versucht, den von den Nazis nach elfjähriger Einzelhaft ermordeten Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands in Misskredit zu bringen. Er reihte sich damit nahtlos in die zur Zeit auf allen Ebenen betriebene Geschichtsumschreibung und Diskreditierung der DDR anlässlich ihres sechzigsten Jahrestages ein«.
Der Kampf Thälmanns und der Kommunistischen Partei gegen den Faschismus, gegen Massenarbeitslosigkeit und Wohnungsnot, gegen Sozialabbau, Kinderarmut und Hunger sei kein Thema für die Geschichtsredaktion des MDR gewesen, kritisiert das Kuratorium der Gedenkstätte im Hamburger Stadtteil Eppendorf, obwohl dies doch Themen seien, die die Menschen auch heute wieder bewegen. »Ernst Thälmann - Wie er wirklich war erfährt man am besten in der seit vierzig Jahren existierenden Gedenkstätte Ernst Thälmann in Hamburg mit ihrer Dauerausstellung über Ernst Thälmann und in dem dort vorhandenen umfangreichen Archiv«, heißt es in der Erklärung weiter. Über die plumpen Fälschungen in der MDR-Reportage berichtet am 23. September 2009 ab 19:00 Uhr (Einlass 18:30) Dr. Eberhard Czichon, Verfasser des neuen Thälmann-Reports, der demnächst erscheinen wird. Karten für die Veranstaltung sind ab Dienstag, den 15.September in der Gedenkstätte Ernst Thälmann, Tarpenbekstraße 66, für 3,50 Euro erhältlich. Neuere Artikel:
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