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Abschied von Hans Heinz Holz | Drucken |  E-Mail
Opposition
Montag, den 12. Dezember 2011 um 16:32 Uhr

Hans Heinz HolzDer marxistische Philosoph Hans Heinz Holz ist tot. Nach Angaben seiner Witwe Silvia Markun verstarb er am Sonntag in seinem Haus in Sant'Abbondio in der Schweiz. Das berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung »junge Welt« in ihrer Dienstagausgabe.



Holz wurde am 26. Februar 1927 in Frankfurt am Main geboren, kam als 17jähriger wegen Widerstandes gegen das Naziregime in Gestapohaft und begann 1945 ein Philosophiestudium. Bereits in dieser Zeit arbeitete er als Autor für Zeitungen und Zeitschriften. Nach seiner Promotion bei Ernst Bloch war er Redakteur bei der Zeitung »Deutsche Woche«, seit 1960 freier Journalist in der Schweiz. 1971 erhielt er in Marburg eine Professur für Philosophie, von 1978 bis zu seiner Emeritierung in Groningen/Niederlande. Holz galt als ein enzyklopädischer Gelehrter, der zur Geschichte und Systematik der Dialektik, zur Theorie der Kunst und zu Künstlern der Gegenwart, zu Problemen der Gesellschaftswissenschaften und der Politik eine Vielzahl von Büchern und Aufsätzen vorgelegt hat. Zuletzt erschienen von ihm die drei Sammelbände »Aufhebung und Verwirklichung der Philosophie« im Berliner Aurora-Verlag.

Holz war Ehrenpräsident der Internationalen Gesellschaft für dialektische Philosophie, gewähltes Mitglied der Leibniz-Sozietät und der World Academy of Letters. Lange Jahre war er Mitglied der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), an deren Parteiprogramm und -statut er maßgeblich mitarbeitete. Er war Mitherausgeber der »Marxistischen Blätter« sowie gemeinsam mit dem italienischen Philosophen Domenico Losurdo der Zeitschrift »Topos«.

 


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