| Personalisierte Tickets für Spiel von Hannover 96 veranlasst Fans zum Boykott | | Drucken | |
| Repression |
| Montag, den 15. Dezember 2008 um 00:11 Uhr |
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Der Fußballverein Hannover 96 hat angekündigt, Eintrittskarten für das Regionalliga-Spiel seiner zweiten Mannschaft gegen den 1. FC Magdeburg nur gegen Vorlage des Personalausweises zu verkaufen. Empört über diesen Kriminalisierungsversuch ruft die Fangruppe »Brigade Nord 99« zum Boykott des Spiels auf.
In Absprache mit der Magdeburger Polizei und dem 1.FC Magdeburg versucht Hannover 96 die Maßnahme als Sicherheitsmaßnahme für die 96-Fans darzustellen. Die Fangruppe sieht darin jedoch einen Akt der Kriminalisierung aller 96-Fans. Der Sprecher der Gruppe, Joseph Martin, dazu: »Es ist eine Frechheit, dass sich Hannover 96 in diesem Maße gegen die eigenen Fans und diese unter Generalverdacht stellt.« Seit Jahren unterliegen Fußballfans einer fast lückenlosen Überwachung durch Polizei und Ordnungsdienste, so dass Fußballstadien mit zu den meisten Überwachten Orten in der Bundesrepublik zu zählen sind. Regelmäßig wird in Dokumentationen auf die Möglichkeiten der Überwachung hingewiesen. Dabei wird betont das selbst ein Fan beim »in-der-Nase-bohren« gefilmt werden könnte. Einer der letzten Höhepunkt war dabei die Ingewahrsamnahme von über 200 Eintracht Frankfurt-Fans in Bremen am 29.11.08, die bundesweite Kreise zog. Bereits am vergangenen Wochenende gab es Aktionen im Niedersachsenstadion, als die »Brigade Nord 99« Spruchbänder mit den Texten: »Personalisierte Tickets haben’s geschafft:« und »Unschuldsvermutung ausser Kraft!« zeigte. Viele 96-Fans unterstützten die Aktion und kündigten weitere Aktionen an. Viele 96-Fans werden das Spiel in Magdeburg boykottieren, auch wenn sie gerne zu dem Spiel gefahren wären. »Wir werden diesen Akt der Kriminalisierung nicht hinnehmen und fordern alle 96-Fans auf das Spiel zu boykottieren und weitere Aktionen gegen dieses Vorhaben zu veranstalten«, so Joseph Martin. Die »Brigade Nord 99« ist eine Ultra-Gruppe die sich seit Jahren mit den Themenkomplexen Rassismus, politische Ökonomie und Repression im Fussball auseinandersetzt. Neuere Artikel:
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