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Protest gegen personalisierte Tickets zeigt Wirkung | Drucken |  E-Mail
Repression
Sonntag, den 21. Dezember 2008 um 23:41 Uhr
Nach Protesten von Fangruppen hat der Fussballverein Hannover 96 auf den Verkauf personalisierter Eintrittskarten verzichtet. Der Verein hatte angekündigt, für das Spiel 1.FC Magdeburg gegen die U23 von Hannover 96 nur personalisierte Tickets zu verkaufen, so dass alle Fans ihre Personalien hätten abgeben müssen, um eine Eintrittskarte zu bekommen.
Die Fangruppe »Brigade Nord 99« hatte bereits in der vergangenen Woche mit Protestaktionen gegen diese »präventiven Maßnahmen« demonstriert. Etwas später schloss sich die »Rote Kurve« dem Protest an und veröffentlichte eine eigene Stellungnahme. Daraufhin zog Thorsten Meier, zuständig für das »Ticketing« von Hannover 96, die Maßnhame zurück. Er verwies dabei auf die Polizei Hannover und den 1.FC Magdeburg, auf deren Druck hin die Maßnahme eingeführt worden sei.

Brigade Nord 99-Sprecher Joseph Martin lässt das nicht gelten: »Bemerkenswert finde ich, wie Hannover 96 vor allem auf die Polizei Hannover verweist, die in den letzten Monaten bereits öfter durch eine Vielzahl an Kriminalisierungsversuchen versuchte, eine repressive Stimmung zu erzeugen. Das Hannover 96 dem allerdings Folge leistet ist ein Zustand, den wir auch in Zukunft nicht akzeptieren werden.«

Die »Brigade Nord 99« ist eine Ultra-Gruppe die sich seit Jahren mit den Themenkomplexen Rassismus, politische Ökonomie und Repression im Fussball auseinandersetzt.
 
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