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»Jugendschutz« mit Knüppeln und Rammbock: Polizei-Überfall auf Autonomes Zentrum | Drucken |  E-Mail
Repression
Montag, den 16. März 2009 um 00:35 Uhr
In der Nacht auf den 14.3 überfielen 140 Polizisten und Zollbeamte unter Leitung des Ordnungsamtes in Wuppertal ein Solidaritätskonzert mit dem von Faschisten abgebrannten Autonomen Zentrum in Stockholm. Ca. 80 Zuhörer lauschten der schwedischen Band, als um 0:30 Uhr Bereitschaftspolizisten aus Essen, Bochum und Wuppertal vor dem AZ vorfuhren und versuchten, in die Räumlichkeiten einzudringen. Der Vorwand für den Polizeieinsatz: Jugendschutzkontrolle.

Unter der Führung des Ordnungsamtleiters versuchten die Bereitschaftspolizisten, mit einem Rammbock in den Konzertraum einzudringen. Die verängstigen BesucherInnen wurden von den »Jugendschützern« zum Teil mit Knüppeln mehrfach und ohne Vorwarnung geschlagen und stundenlang festgehalten. Die schwedischen Musiker wurden bei der Fahndung nach Schwarzarbeitern von den Zollbeamten rassistisch beleidigt. Das Ordnungsamt (KOD) kontrollierte die Personalien der Anwesenden. Insgesamt nahm die Polizei fünf minderjährige Personen fest, die in Gewahrsam genommen wurden und von ihren Eltern abgeholt werden mussten. Drei weitere Gäste wurden in Gewahrsam genommen. Darüber hinaus zerstörten die Einsatzkräfte Inventar der Kneipe, brachen verschlossene Kassen auf und beschlagnahmten die Musikanlage und den Getränkebestand.

Dieser Angriff ist nur ein vorläufiger Höhepunkt einer Reihe von Schikanen der Ordnungsbehörden. Nach den gewaltsamen Überfällen der Polizei auf die Autonome 1. Mai Demo 2008 und auf das Ölbergfest jagen die Ordnungsbehörden verstärkt Menschen die sich im öffentlichen Raum selbst bestimmt aufhalten wollen. Ihre Einsätze enden oft mit Verhaftungen, Straf- und Ordnungsverfahren, bei Menschen ohne Papiere droht häufig die Abschiebung!

Gegen die Polizeirepression rufen die Wuppertaler Autonomen zu einer Demonstration am Montag, 16.3.2009, 18:00 Uhr, vor Mina Knallenfalls/City Arcaden in Wuppertal-Elberfeld auf.

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