| Tausende SchülerInnen streiken gegen soziale Auslese | | Drucken | |
| Schule & Uni |
| Freitag, den 13. Juni 2008 um 00:12 Uhr |
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Nach Zählung der Organisatoren sind heute bundesweit mindestens 15.000 Schülerinnen und Schüler einem Aufruf zum Schulstreik für die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems, gegen soziale Auslese und für eine Demokratisierung der Schulen gefolgt. In acht Städten im ganzen Bundesgebiet – darunter Kassel, Oldenburg und Tübingen – nahmen sie während der Schulzeit an bildungspolitischen Demonstrationen teil. In zehn weiteren Städten, wie z.B. in Potsdam und Berlin, fanden Aktionen außerhalb der Schulzeit statt. “Der bundesweite Schulstreik war ein voller Erfolg”, fasst Raban Witt vom Bundesweiten Schulstreikbündnis die allgemeine Stimmung zusammen.
Bereits im Mai war es in Lüneburg und Berlin zu Schulstreiks mit 3000 und 8000 TeilnehmerInnen gekommen. Sowohl im Mai als auch am heutigen 12. Juni waren die Aktionen jeweils von lokalen SchülerInnen-Gruppen und Streikkomitees organisiert worden. Die Initiative für einen gemeinsamen bundesweiten Streik- und Protesttag am 12. Juni kam dabei von der Freien SchülerInnen Organisation (FSO) aus Tübingen. “Morgen wird es auch in Ulm ein Schulstreik stattfinden, in Hannover dann am 19. Juni und auch in Freiburg soll noch dieses Schuljahr etwas passieren”, erklärt Raban Witt. Die wichtigsten Forderungen der SchülerInnen sind die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems, eine Demokratisierung der Schulen, tatsächliche Lehrmittelfreiheit, d.h. keine Zusatzkosten für Nachhilfe, Lektüren oder Ausflüge, kleinere Klassen, individuellere Förderung und mehr LehrerInnen sowie eine grundsätzliche Überarbeitung oder Rücknahme der G8-Reformen. Anfang des kommenden Schuljahres soll ein bundesweiter Vernetzungs- und Perspektivenkongress stattfinden. Dort wird auch über einen weiteren Streik- und Protesttag mit deutlich mehr Städten im Oktober oder November gesprochen werden. Bereits jetzt besteht das noch lose Bündnis bereits aus rund 20 Gruppen. “Es wird einen heißen Herbst geben!”, ist sich Benjy Derin von der FSO Tübingen sicher. Neuere Artikel:
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