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Bundesweiter Schulstreik: Geld und Lehrer statt PR und Leistungsdruck | Drucken |  E-Mail
Schule & Uni
Freitag, den 10. Oktober 2008 um 11:52 Uhr
Politiker aller etablierten Parteien haben ihr Herz für Bildung entdeckt. Angela Merkel versucht mit ihrer Bildungstour zu punkten, die SPD will „Bildungspartei“ Deutschlands werden und die Grünen fordern gar die „Bildungsrevolution“. „Doch sie reden über unsere Köpfe hinweg. Statt warmen Worten und tollen PR-Veranstaltungen brauchen wir mehr Geld und ausreichend Lehrerinnen und Lehrer. Schulen dürfen nicht zu Lernfabriken verkommen!“ sagt Jenny Trost von der SchülerInnen-Initiative „Bildungsblockaden einreißen!“

Die Initiative fordert kostenlose Bildung von der KiTa bis zur Volkshochschule. Das Bündnis setzt sich für eine Begrenzung der Klassengröße auf maximal 20 SchülerInnen und als ersten Schritt die sofortige Einstellung von 100.000 LehrerInnen bundesweit ein. Der Forderung des DGB nach 30 Milliarden Euro Mehrausgaben im Bildungswesen schließt sich „Bildungsblockaden einreißen!“ an.

„Wir wissen, dass diese Forderungen erst durchgesetzt werden, wenn die Schülerinnen und Schüler lautstark auf ihre Situation aufmerksam machen. Deshalb rufen wir bundesweit zu einem Schülerstreik am 12. November auf. Zur Vorbereitung wird es eine bundesweite SchülerInnenkonferenz vom 10. - 12. Oktober geben. Den Aufruf dazu haben bereits 209 Organisationen und Einzelpersonen unterschrieben, unter anderem DGB Bundesjugendsekretär René Rudolf, die DGB-Jugend Sachsen, Niedersachsen und Berlin-Brandenburg, die GEW-Berlin, der Bundesvorstand der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ), Linksjugend ['solid] Baden-Württemberg, NRW, Sachsen, Stuttgart, das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren sowie zahlreiche Schülervertretungen und Schüleraktionsgruppen aus vielen Städten.“ so Jenny Trost.

Auf der Konferenz wird mit mehreren hundert SchülerInnen und VertreterInnen aus der ganzen Bundesrepublik gerechnet. Gemeinsam wollen sie die Vorbereitung des Streiks und die nächsten Schritte der SchülerInnenbewegung diskutieren. Weitere Informationen zu Konferenz und Schülerstreik gibt es unter www.schulaction.org

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