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Hunderttausend SchülerInnen auf der Straße | Drucken |  E-Mail
Schule & Uni
Mittwoch, den 12. November 2008 um 23:32 Uhr
Bis zu 100.000 Schülerinnen und Schüler haben sich heute bundesweit an Protesten gegen Lehrermangel, Schulzeitverkürzung, das dreigliedrige Schulsystem und die zunehmende Privatisierung in der Bildung beteiligt. In 40 Städten zwischen Kiel und München zogen die überwiegend jugendlichen Demonstranten mit Transparenten durch die Straßen. In Berlin brachten sie zeitweise den Verkehr zum Erliegen und stürmten die Humboldt-Universiät. Ihre Hauptforderung: Gute und kostenlose Bildung für alle Menschen. Unterstützt wurden die Demonstrationen von Studierenden und Eltern. Viele Schulleiter und Lehrer äußerten Verständnis für die Forderungen ihrer Schüler.

Die GEW begrüßte, dass sich die Schüler laut und deutlich zu Wort meldeten. „Schülerinnen und Schüler brauchen – ebenso wie die Lehrkräfte – gute Schulen und gute Lernbedingungen. Nur so können Bildungsprozesse gelingen", erklärte GEW-Schulexpertin Marianne Demmer. Sie appellierte an Bildungsministerien und Schulleitungen, keine Strafen gegen die protestierenden Schüler zu verhängen. „Wenn wir die jungen Menschen in den Schulen zur Partizipation in einer starken Demokratie ermutigen, dürfen wir nicht den Knüppel aus dem Sack holen, wenn die Schülerinnen und Schüler demokratische Grundrechte ausüben“, so die GEW-Sprecherin.

Die größten Demonstrationen fanden in Berlin und Braunschweig mit jeweils 10.000 TeilnehmerInnen statt. Weitere große Aktionen gab es u.a. in Bonn (5000 TeilnehmerInnen), Bremen (7000), Hamburg (6000), Hannover (8500), Lüneburg (5000), Rostock (5000) und Stuttgart (8000).

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