| Unruhige Hauptversammlung der BAYER-AktionärInnen | | Drucken | |
| Umwelt (GreenGlobe) |
| Montag, den 28. April 2008 um 10:13 Uhr |
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Als "sehr erfolgreich" bewerten die Coordination gegen BAYER-Gefahren und die Bürgerinitiativen gegen die BAYER-CO-Pipeline während der Aktionsversammlung des Chemie-Giganten am vergangenen Freitag waren sehr erfolgreich. Etwa 4000 BAYER-AktionärInnen wurden mit Transparenten und Flugblättern empfangen, im Saal musste sich der Vorstand eine wahre Flut kritischer Fragen anhören - und zwar nicht nur von den gut vorbereiteten RednerInnen der Bürgerinitiativen und der Coordination gegen BAYER-Gefahren, sondern auch von zahlreichen anderen AktionärInnen.
Der Leverkusener Multi will hochgiftiges Kohlenmonoxid per Pipeline von seinem Dormagener Werk zum Standort Krefeld leiten. Die auf der 67 Kilometer langen Strecke liegenden Kommunen kritisieren das Projekt ebenso wie Anwohner und Umweltverbände. Nach Ansicht der Coordination gegen BAYER-Gefahren existiert kein öffentliches Interesse an dem Bau der Rohrleitung - hierdurch entfällt die Rechtsgrundlage für das risikoreiche Projekt, besonders für die notwendigen Enteignungen. Dieter Donner und Marlies Elsen von den Bürgerinitiativen gegen die CO-Pipeline und Axel Köhler-Schnura von der Coordination gegen BAYER-Gefahren forderten während der Aktionärsversammlung unmissverständlich die Beendung des Projektes "ohne Wenn und Aber". BAYER beharrte auf der Pipeline und drohte stattdessen mit Konsequenzen über den Wirtschaftsstandort, falls die Pipeline nicht zustande käme. Die Kritischen AktionärInnen der Coordination gegen BAYER-Gefahren hatten bereits im Vorfeld Stimmrechte für ca. 40.000 Aktien übertragen bekommen. Im Saal stimmten bis zu 5 Millionen Aktien mit den Kritikern gegen die Anträge des Vorstands. Vor dem Hintergrund, dass sich 90 und mehr Prozent der ca. 472 Millionen anwesenden Aktien in den Händen von wenigen Dutzend GroßaktionärInnen wie der Deutschen BANK befinden, ist dies ein beachtlicher Erfolg. Offensichtlich folgten mehrere Tausen KleinaktionärInnen dem Vorschlag von Axel Köhler-Schnura: "Natürlich ist uns klar, dass die Großaktionäre und Banken mit ihren Multi-Millionen-Paketen in ihrer Profitgier nicht mit uns stimmen werden; aber Sie, die KleinaktionärInnen, sind nur ihrem Gewissen verpflichtet, stimmen Sie mit NEIN." Quelle: Coordination gegen BAYER-Gefahren / RedGlobe Neuere Artikel:
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