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Eine Viertelmillion Menschen fordert sofortigen Atomausstieg | Drucken |  E-Mail
Umwelt (GreenGlobe)
Samstag, den 26. März 2011 um 17:37 Uhr

Zehntausende in Köln. Foto: Grüne NRW


Fotogalerie von PubliXviewinG über die Demo in Berlin: Hier klicken
In Berlin, Hamburg, Köln und München haben heute nach Veranstalterangaben rund 250.000 Menschen für einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie demonstriert. Allein in Berlin versammelten sich 120.000 Demonstranten im Zentrum. In Köln gingen 40.000 Menschen auf die Straße, in München waren es trotz Regen 40.000 und in Hamburg schlossen sich 50.000 Menschen den Protesten an. Dies sind die bisher größten Anti-Atom-Proteste in Deutschland.



Die Antwort der Bundesregierung müsse jetzt das Abschalten der Atomkraftwerke sein, fordert das Anti-Atom-Bündnis. Zu den Demonstrationen unter dem Motto »Fukushima mahnt – alle AKWs abschalten« hatten Anti-Atom-Initiativen, Umweltverbände, globalisierungskritische und friedenspolitische Organisationen aufgerufen.

120.000 in Berlin. Foto: Bündnis 90/GrüneMehrere Redner warfen Bundeskanzlerin Angela Merkel eine »unverantwortliche Verzögerungs- und Verschleierungspolitik« vor. Mit ihrem Moratorium für die AKW-Laufzeitverlängerungen sowie mit den von ihr eingesetzten Kommissionen weiche sie der nach dem Fukushima-GAU nötigen Entscheidung zum sofortigen Atomausstieg aus. 250.000 Menschen, die bundesweit auf die Straße gegangen seien, erwarteten von der Bundesregierung, ohne Wenn und Aber alle Atomkraftwerke sofort vom Netz zu nehmen und die Energiewende energisch voranzutreiben. Die Katastrophe in Fukushima habe allen deutlich gezeigt, dass die Atomkraft unbeherrschbar und gefährlich sei. Deshalb wachse die Empörung über den gegenwärtigen Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung beim Thema Atomenergie.

Die Bundesregierung werde sich täuschen, wenn sie hoffe, mit einem Moratorium der Laufzeitverlängerungen und dem Einsetzen von Kommissionen die Bevölkerung beruhigen zu können. Die Anti-Atom-Bewegung werde auch weiter für die Abschaltung jedes einzelnen Reaktors kämpfen und zu entsprechenden Demonstrationen aufrufen. »Wir werden nicht tatenlos zusehen, dass nach Ende des Moratoriums jetzt abgeschaltete AKW wieder ans Netz gehen«, erklärten die Veranstalter.

 


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