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120.000 Menschen bei Großdemos an AKW-Standorten | Drucken |  E-Mail
Umwelt (GreenGlobe)
Montag, den 25. April 2011 um 16:16 Uhr

Zum Beispiel: BiblisMehr als 120.000 Menschen haben heute an den Standorten der Atomkraftwerle in Deutschland gefordert, alle Atomanlagen endlich abzuschalten.  Nach von den Veranstaltern gegen 14 Uhr verbreiteten ersten Zahlen demonstrierten allein in Philippsburg um 3.000 Menschen, in Salzgitter über 8.000, in Krümmel um 12.000 und in Grohnde und Grafenrheinfeld um die 15.000 Atomkraftgegner. Parallel dazu fanden auch die traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung ihren Abschluss. Beide hatten sich gegenseitig unterstützt, oft sprachen Vertreter der Anti-Atom-Bewegung bei den Friedensdemos und umgekehrt. Gefordert wurden der Stopp der NATO-Intervention in Libyen, der Abzug der NATO-Truppen und Verhandlungslösungen auch in Afghanistan, ein Verbot aller Rüstungsexporte und das Ende der offensiven Werbung der Bundeswehr an Schulen und im öffentlichen Raum.

Am Fliegerhorst Büchel in der Eifel fordeten die Atomwaffengegner den Abzug der etwa 20 dort noch stationierten US-Atombomben. Der 10.000 Teilnehmer zählende Ostermarsch an der Uranaufbereitungsanlage im westfälischen Gronau wandte sich gegen zivile wie militärische Nutzung der Atomkraft. Die letzte Etappe des Ostermarsch Ruhr führte nach einem Friedensgottesdienst von Bochum nach Dortmund. Der Ostermarsch Sachsen-Anhalt führte nach Hillersleben. In Müllheim demonstrierten Friedensgruppen am Sitz der Deutsch-Französischen Brigade. Weitere Ostermärsche fanden in Chemnitz, Frankfurt/M, Nürnberg, Kassel, Mittenwald und auf Rügen statt.

Das Netzwerk Friedenskooperative kritisierte die weitere Eskalation durch die NATO-Bombenangriffe auf Tripolis in der letzten Nacht. Die Angriffe auf Regierungsgebäude in der Hauptstadt könnten nicht einmal mehr scheinbar mit der UN-Resolution zum Schutz der Zivilbevölkerung begründet werden. Es dränge sich der Eindruck auf, dass die NATO einen Regierungswechsel durch gezielte Tötung Gaddafis herbeiführen wolle, kommentiert Netzwerk-Geschäftsführer Manfred Stenner. Begrüßt werde das klare Votum von Papst Benedikt für ein Ende der Gewalt und Rückkehr zu Politik und Diplomatie in Libyen.


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