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Atomkraftgegner kündigen Sitzblockaden gegen kommenden Castor-Transport an | Drucken |  E-Mail
Umwelt (GreenGlobe)
Donnerstag, den 02. Juni 2011 um 16:10 Uhr

Luise Neumann-CoselZur Genehmigung des 13. Castor-Transports nach Gorleben durch das Bundesamt für  Strahlenschutz erklärt Luise Neumann-Cosel, Pressesprecherin von X-tausendmal quer: »Im vergangenen Herbst hat die Bundesregierung den Atommüll-Transport nur gegen den massiven Widerstand Tausender Menschen durchsetzen können. Wenn sie hofft, dass es in diesem Herbst durch das neue Atomgesetz zu weniger Protesten kommen wird, liegt sie falsch. Denn die Regierung hat die Endlagerproblematik im ihrem neuen Energiekonzept komplett ausgeklammert und drückt sich um die schwierigste Frage im Streit um die Atomenergie. Gorleben ist die Sollbruchstelle im Atomkurs von Schwarz-Gelb, spätestens dort wird der gesellschaftliche Konflikt wieder zutage treten.«

Gorleben müsse weiterhin als Ausrede herhalten, damit die Regierung Merkel noch jahrelang Atommüll produzieren kann, so Neumann-Cosel. »Dabei ist unter objektiven Gesichtspunkten längst klar, dass der Salzstock marode und für die Lagerung von Atommüll völlig ungeeignet ist. Diese unverantwortliche Politik ist nicht hinnehmbar. X-tausendmal quer wird sich dem mit einer großen, gewaltfreien Blockade-Aktion in Gorleben widersetzen. Tausende Menschen werden mit uns ein entschlossenes Zeichen gegen Atomkraft und ein Endlager in Gorleben setzen und den Castor-Transport ins Wendland blockieren.«

Bundeskanzlerin Merkel sei mit ihrer Atompolitik schon einmal auf die Nase gefallen und habe ihren Kurs korrigieren müssen. »Wenn sie nicht die selbe politische Laufbahn einschlagen will wie etwa Stefan Mappus, der über seinen Atomkurs gestolpert war, muss sie jetzt noch einmal kräftig nachsteuern: Die AKW müssen umgehend stillgelegt werden und Gorleben muss als Endlagerstandort aufgegeben werden.«


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