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Brokdorf-Blockade nach 24 Stunden beendet |
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Umwelt (GreenGlobe)
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Sonntag, den 19. Juni 2011 um 14:22 Uhr |
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Nach 24 Stunden haben die Aktivistinnen und Aktivisten der Initiative X-tausendmal quer am Sonntagvormittag die Blockade des AKW Brokdorf beendet. Eon ließ dreimal Tore von der Polizei räumen, um die am vergangenen Mittwoch begonnenen Revisionsarbeiten im AKW weiterführen zu können - die Aktivisten kehrten jedes Mal zurück. Bis zu 250 Menschen hatten an der gewaltfreien Sitzblockade teilgenommen. »So wenig, wie es einen störungsfreien AKW-Betrieb gibt, gibt es einen ungestörten AKW-Betrieb«, sagte Luise Neumann-Cosel, Pressesprecherin von X-tausendmal quer. »Im AKW Brokdorf gab es seit 1986 bereits 210 meldepflichtige Ereignisse. Ein Super-GAU ist in jedem AKW jederzeit möglich. Deshalb versprechen wir: Wir werden keinen ungestörten AKW-Betrieb zulassen und weiterhin Zivilen Ungehorsam leisten.«
Die Blockade des AKW Brokdorf war ursprünglich für Pfingsten geplant. »Um der lange angekündigten Blockade zu entgehen, hatte Eon die Revision um eine Woche nach hinten verschoben - viele kamen trotzdem nach Brokdorf«, sagte Neumann-Cosel. »Eon hat am Sonntagmorgen wegen uns einen Schichtwechsel vorgezogen - wir saßen trotzdem vor dem Tor. Diese Hartnäckigkeit der Anti-AKW-Bewegung sollten sich diejenigen vergegenwärtigen, die in den nächsten Wochen einem Weiterbetrieb der Atomkraftwerke bis ins Jahr 2022 zustimmen wollen.«
Damit sind vor allem die Grünen gemeint, die die Atomkraftgegner durch ihre beabsichtigte Zustimmung zum »Atomkonsens« aus der Anti-AKW-Bewegung ausgeschieden sehen. So erklärt etwa Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Es ist völlig absurd, wenn die Grünen im Bundestag für den Weiterbetrieb gefährlicher Atomkraftwerke bis 2022 stimmen, nur damit sie nicht länger als 'Dagegen-Partei' diffamiert werden können. So würden sie Merkel, Brüderle und Co in die Falle gehen, die jetzt vehement die Zustimmung der Grünen fordern und mit Verantwortungsbewusstsein argumentieren. Eine verantwortungsvollere Haltung, als einen schnelleren Atomausstieg zu fordern, kann es doch nach Fukushima gar nicht geben. Ein 'Nein' im Bundestag zu Merkels halbem Ausstieg ist keine radikale Position, sondern findet laut Umfragen breite Unterstützung in der Gesellschaft.«
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