| Pauli-Partei muss keinen Wahlkampf machen | | Drucken | |
| Wahlen 2009 |
| Freitag, den 31. Juli 2009 um 17:56 Uhr |
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So geht es Möchtegern-Karrieristen. Die »Freie Union« der einstigen CSU-Landrätin und -Rebellin und späteren Landtagsabgeordneten und Europawahl-Spitzenkandidatin der »Freien Wähler« Gabriele Pauli muss sich keine Gedanken machen, was sie mit ihren erhofften Bundestagsmandaten anfängt. Reihenweise ist die Partei durch die Zulassung vor den Landeswahlausschüssen gerasselt, meistens, weil sie nicht genügend Unterstützungs-Unterschriften vorweisen konnte. In Bayern, wo es als offenbar einzigem Bundesland gelungen war, die nötige Zahl von Unterschriften zusammen zu bekommen, scheiterte die Kandidatur an einer peinlichen Panne: Frau Pauli vergass, auf der Kandidatenliste zu unterschreiben. Auch so ein formaler Fehler reicht zur Nichtzulassung, so dass die Pauli-Partei bei der Wahl offenbar bundesweit durch Abwesenheit glänzen wird.
Zwar war das Fehlen der Unterschrift sofort bei Abgabe der Unterlagen beim bayerischen Landeswahlausschuss aufgefallen, aber die »Freie Union« hatte die Unterlagen erst am 23. Juli um 17.55 Uhr abgegeben, fünf Minuten vor Ablauf der Frist. Das sei nicht mehr zu heilen gewesen, hiess es daraufhin in München. Pauli sucht die Schuld für diesen Fauxpas bei ihrem Schriftführer, der ihr mehrfach versichert habe, formal sei alles für die Kandidatur geklärt. Auf ganze sieben Unterstützer-Unterschriften kam die »Freie Union« in Baden-Württemberg. In Hessen legte sie dem Landeswahlausschuss lediglich 200 Unterschriften vor. In Berlin brachte es die Partei auf rund 500 Unterschriften. Außerdem waren die Unterlagen unvollständig. Im Saarland wurden die notwendigen 818 Unterschriften nicht erreicht. In Mecklenburg-Vorpommern waren die Unterlagen zu spät eingereicht eingereicht worden, genügend Unterschriften lagen auch nicht vor. In Schleswig- Holstein und Sachsen hatte die neue Partei erst gar keine Landesliste eingereicht. Im Gegensatz zur Pauli-Partei kann die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) zumindest in Berlin antreten, wo sie die Hürde von 2000 gültigen Unterschriften deutlich nehmen konnte. In Brandenburg reichte es hingegen knapp nicht, dafür setzt die Partei dort ihre Hoffnungen darauf, an den kommenden beiden Wochenenden die noch fehlenden Unterschriften für eine Kandidatur bei der am gleichen Tag stattfindenden Landtagswahl sammeln zu können. In anderen Bundesländern hatte die DKP keine Kandidaten aufgestellt. Als weitere linke Listen sind neben der flächendeckend mit Landeslisten und Direktkandidaten antretenden Partei Die Linke auch die »Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands« und die »Partei für Soziale Gleichheit« auf den Wahlzetteln zu finden. Manche Linke werden sicherlich auch die Piratenpartei wählen. Neuere Artikel:
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