| Zwingt Mehdorn die Transnet zum Kämpfen? | | Drucken | |
| Wirtschaft & Gewerkschaft |
| Dienstag, den 15. Januar 2008 um 23:11 Uhr |
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Die Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA haben angekündigt, einen Stellenabbau bei der Deutsche Bahn AG „mit allen Mitteln“ verhindern zu wollen. Transnet-Vorstand Alexander Kirchner und GDBA-Vize Heinz Fuhrmann übten scharfe Kritik an der Ankündigung der Konzernspitze, mit Stellenabbau auf Tarifabschlüsse zu reagieren. Bahn-Chef Mehdorn hatte angekündigt, als Konsequenz aus dem Tarifabschluß mit der Lokführergewerkschaft GDL die Fahrpreise erhöhen und Stellen abbauen zu wollen.
„Mit seinen Aussagen provoziert Hartmut Mehdorn einen Klimawandel im Konzern“, warnten die beiden Gewerkschafter, „weg von konstruktiv-kritischem Miteinander zu provokativem Gegeneinander.“ Es sei „verantwortungslos“, mit den Ängsten der Beschäftigten zu spielen – nach dem Motto: „Wenn du mehr Geld willst, wirst du deinen Job los“, so Kirchner und Fuhrmann. Die Beschäftigten hätten den Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung durch Zugeständnisse erzwungen. „Wenn der Bahn-Vorstand das jetzt infrage stellt, dann provoziert er den Widerstand seiner Beschäftigten, die bereit sind, für ihre Arbeitsplätze zu kämpfen.“ Die DB AG werde nicht müde, erfolgreiche Bilanzen zu melden. „Der Erfolgskurs war aber auch nur möglich, weil die Beschäftigten ihre Produktivität enorm gesteigert haben“, stellten die beiden Gewerkschafter fest. Auf eine Kündigung des Tarifvertrages zur Beschäftigungssicherung würden Transnet und GDBA „die passenden Antworten finden.“ Kirchner und Fuhrmann bemerkten, dass die anstehenden Tarifverhandlungen am 22. Januar „durch diese Ankündigung erheblich belastet werden.“ Die GDL äußerte sich bislang nicht zu den Drohungen des Bahnchefs. Quelle: Transnet / RedGlobe |



