| Kündigungen in der Wohlthat’schen Buchhandlung: Kunden sollen aushelfen | | Drucken | |
| Wirtschaft & Gewerkschaft |
| Samstag, den 03. Oktober 2009 um 15:55 Uhr |
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Der Buchhandelskonzern DBH zwingt sein Tochterunternehmen „Wohlthat’sche Buchhandlung“ zu Sparmaßnahmen. Ein dramatischer Personalabbau soll nach den Vorstellungen der Geschäftsleitung den Betrieb in einen Discounter des Buchsegments verwandeln. Der Konzern DBH gehört jeweils zur Hälfte den Firmen Hugendubel und Weltbild.
Betroffen sind 25 % der Beschäftigten, die entlassen werden bzw. nur mit erheblicher Reduzierung ihrer Arbeitszeit weiterbeschäftigt werden. Die Verhandlungen dazu sind mit dem Betriebsrat gescheitert, so dass es nicht einmal einen Sozialplan für die Betroffenen gibt. Die Unternehmensleitung kann bislang nicht erklären, wie sie mit dem verbleibenden Personal Urlaubs-, Krankheitstage und andere Ausfallzeiten abdecken will. Stattdessen sieht das „neue Geschäftsmodell“ vor, Beschäftigte über größere Zeitabschnitte allein in den Filialen arbeiten zu lassen. Nach Aussage der Geschäftsführung sollen sie bei Pausen oder Toilettengang einen vertrauensvollen Kunden suchen, der in dieser Zeit den Laden beaufsichtigt. ver.di sieht in dem neuen „Konzept“ einen weiteren ungeeigneten Versuch, Umsätze zu Lasten des Personals und der Kundschaft zu generieren. „Service wird wohl künftig bei Wohlthat nicht mehr geboten. Stattdessen lässt man verbleibendes Personal unter unzumutbaren Bedingungen arbeiten und bezahlt gelernte Buchhändler und auch Aushilfen deutlich unter Tarif“, sagt Janet Dumann, zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin. Neuere Artikel:
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