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TRANSNET und GDBA: Gründung einer neuen Gewerkschaft durch Verschmelzung | Drucken |  E-Mail
Wirtschaft & Gewerkschaft
Samstag, den 31. Oktober 2009 um 12:23 Uhr

TRANSNET und GDBA streben die Gründung einer neuen Verkehrsgewerkschaft durch Verschmelzung ihrer beiden Organisationen an. Spitzengremien beider Gewerkschaften hätten den Weg dafür frei gemacht, sagten die Vorsitzenden Alexander Kirchner und Klaus-Dieter Hommel.

Wir verstehen dies als eine politische Entscheidung, so Kirchner und Hommel. Wir entscheiden uns damit für eine effektive, breit aufgestellte Interessenvertretung aller abhängig Beschäftigen im Verkehrsbereich. Derzeit und in Zukunft warte eine Reihe von Herausforderungen auf die Gewerkschaften. Die Gewerkschafter nannten dabei die anhaltende Benachteiligung der Schiene, den wachsenden Wettbewerb im Regionalverkehr und die neue Debatte um die Teilkapitalprivatisierung der DB AG. Auch stünden Schiene, Straße, Schifffahrt und Luftverkehr in direkter Konkurrenz zueinander. Darauf müssten die Gewerkschaften reagieren und sich neu ausrichten.

Vor diesem Hintergrund halten wir bewusst am Modell einer breit gefächerten solidarischen Interessenvertretung fest, so Kirchner und Hommel. Auch die neue Verkehrsgewerkschaft verstehen und definieren wir als eine Gewerkschaft, in der die Starken nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Schwachen eintreten.

Die Gewerkschaftsvorsitzenden wiesen darauf hin, dass TRANSNET und GDBA seit Jahren erfolgreich kooperieren. Diese Zusammenarbeit einer DGB- und einer Beamtenbund-Gewerkschaft sei ungewöhnlich, letztlich aber auch für Andere richtungweisend gewesen. Auch die Verschmelzung könne beispielhaft sein. Denn unsere heutigen gewerkschaftlichen Strukturen sind überholt. Die Zeit der Grabenkriege ist lange vorbei. Die Mitglieder wollen eine ordentliche, gewerkschaftliche Vertretung. Kirchner und Hommel betonten, dass die geplante Gründung sich gegen keinen Dachverband und gegen keine andere Gewerkschaft richtet. Im Gegenteil: Wir wollen ausdrücklich die Zusammenarbeit mit allen Partnern.

Der Beirat der TRANSNET und der GDBA-Bundeshauptvorstand haben in dieser Woche entsprechende Beschlüsse getroffen. Bei der Verkehrsgewerkschaft GDBA soll ein außerordentlicher Gewerkschaftstag im Dezember endgültig grünes Licht für die Einleitung des Veränderungsprozesses geben.

Der Prozess der Verschmelzung werde voraussichtlich mindestens zwölf Monate dauern. Die Gründung einer neuen Gewerkschaft soll dann auf einem gemeinsamen Gewerkschaftstag stattfinden. In diesem Verschmelzungsprozess sollen bis dahin Fragen der Strukturen ebenso geklärt werden wie der Name der zu gründenden Gewerkschaft. Die neue Gewerkschaft wird dem DGB angehören.

Beide Gewerkschaften wollen ihre Basis eng in den Verschmelzungsprozess einbinden. Unter dem Projekttitel Werkstatt Gewerkschaft soll eine Vielzahl von regionalen Basisveranstaltungen durchgeführt werden.

Quelle: Transnet / RedGlobe


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