| INLA beendet bewaffneten Kampf | | Drucken | |
| Irland |
| Montag, den 12. Oktober 2009 um 07:41 Uhr |
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Die Irish National Liberation Army (INLA) hat am Sonntag in einer Erklärung das Ende ihres bewaffneten Kampfes erklärt. Die zukünftigen Kämpfe seien politisch, wurde in einer Stellungnahme der Führung der Irish-Republikanischen Sozialistischen Bewegung (IRSM) erklärt. Die Erklärung wurde von einem Mitglied der IRSP bei der alljährlichen Seamus Costello Commemoration in Bray, südlich von Dublin, verlesen.
Die INLA prägte entscheidend den Krieg der 70er und 80er Jahre im Norden Irlands. Sie war neben der Provisional IRA die einflussreichste militärische Organisation auf republikanischer Seite. Die INLA entstand aus einer Abspaltung militanter, marxistischer Mitglieder der Official IRA und ihrer politischen Gruppierung, der Worker's Party. Ihr politischer Arm ist die Partei IRSP. INLA, IRSP und die Jugendbewegung RSYM sehen sich zusammen als republikanisch-sozialistische Bewegung, IRSM. An den Hungerstreiks der republikanischen Gefangenen 1981 nahmen auch vier Mitglieder der INLA teil. Drei von ihnen, Patsy O’Hara, Kevin Lynch, Michael Devine, starben. Nach dem ersten Waffenstillstand der INLA 1994 und vor allem nach dem Karfreitagsabkommen von 1998 schlitterte die Organisation, vor allem der politische Arm IRSP, in eine schwere Krise. Die Partei war nur noch in den Städten Dublin, Strabane, Derry und Belfast aktiv. Letzten Jahres wurde die Monatszeitung Starry Plough in ein halbjährliches Magazin umgewandelt. Aus Kreisen der Partei ist zu vernehmen, dass sie sich verstärkt breiten Bündnissen mit anderen republikanisch-sozialistischen Gruppen zuwenden wird. Ob die INLA ihre Waffen versiegeln oder unter Aufsicht der Independent Monitoring Commission unschädlich machen wird, war aus der Stellungnahme nicht zu vernehmen. In den nationalistischen Kerngebieten Derry, Strabane und Belfast galt die INLA immer als größer als die IRSP. Welche Auswirkungen die Erklärung, die Waffen für immer Ruhen zu lassen auf die Organisation als ganzes und den Kampf der anderen Organisationen in Irland hat, ist noch nicht abzusehen. Der Nordirland-Korrespondent des britischen Guardian berichtet allerdings bereits, dass sich Mitglieder der Organisation in Derry und Belfast, die mit der Entscheidung nicht einverstanden sind, der Continuity IRA und der Real IRA angeschlossen hätten. Einen Tag vor der INLA erklärte die Official IRA, die sich seit Mitte der 1970er Jahre in einem Waffenstillstand befindet, ebenfalls ihre Waffen zu vernichten. Irish Republican Correspondent, 11ú Mhi na Deireadh Fómhair / Oktober 2009 Neuere Artikel:
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