|
Provokation: Estlands Präsident gedenkt vor Reise nach Moskau SS-Söldnern |
| Drucken | |
E-Mail |
|
Estland
|
|
Samstag, den 08. Mai 2010 um 22:42 Uhr |
|
Estlands Präsident Toomas Hendrik Ilves hat am Samstag vor seiner Abreise zur Siegesfeier nach Moskau der im Zweiten Weltkrieg getöteten estnischen Soldaten gedacht, darunter der Angehörigen einer Nazi-SS-Division. Der Staatschef sprach auf einer Kundgebung, die vom Bund der Kämpfer um die Befreiung Estlands veranstaltet wurde. Zu dieser Organisation gehören Soldaten des Zweiten Weltkrieges, die auf der Seite des faschistischen Deutschland gekämpft haben. Größtenteils sind das Veteranen der 20. estnischen Division der Waffen-SS.
Ilves gedachte aller Toten und äußerte Bedauern darüber, dass die Esten um die Freiheit ihres Landes »in fremder Uniform« kämpfen mussten. »Wir gedenken aller Kriegstoten und aller Landsleute, die nicht nach Hause zurückgekehrt sind.« Als Ursache für den Krieg nannte Ilves »Ambitionen totalitärer Regimes, die Abmachung zwischen Hitler und Stalin sowie die mangelnde Fähigkeit demokratischer Länder, solchen Ideologien Abfuhr zu erteilen und solche Länder zu stoppen«.
»Der Mai 1945 brachte Estland keine Freiheit und keinen Frieden. Wir und mehrere andere Länder Ost- und Zentraleuropas blieben jahrzehntelang hinter dem Eisernen Vorhang und weiterhin unter dem Joch der Okkupation. Fremde Truppen haben Estland deutlich später, erst am 31. August 1994 verlassen.« Dieses Datum bezeichnete Ilves als das Ende des Zweiten Weltkrieg für Estland.
Quelle: Stimme Russlands / RedGlobe
Verwandte Artikel:
Neuere Artikel:
Ältere Artikel:
|