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Gewerkschafter fordern soziales Europa | Drucken |  E-Mail
Europa
Samstag, den 06. Juni 2009 um 22:28 Uhr
Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus ganz Europa haben sich anlässlich der zweiten europäischen Arbeiter/innentagung für grundsätzliche Änderungen der Politik in der Europäischen Union (EU) ausgesprochen. Die Arbeitnehmer wollten ein Europa, "in dem Menschenrechte vor der Freiheit des Marktes stehen, in dem das Interesse der Arbeitnehmer/innen Vorrang hat vor dem Interesse des Kapitals, das nicht den Regeln des freien Marktes ausgeliefert ist", heißt in einer Resolution zum Abschluss der Tagung am Freitag.

Eine EU, die nicht sozial und demokratisch sei, werde geschwächt, weil sich Bürgerinnen und Bürger von ihr abwendeten. Die Gesellschaft müsse sich ihrer Verantwortung bewusst sein und dürfe Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit nicht den Regeln des Profits unterwerfen, betonten die Tagungsteilnehmer in der Resolution mit dem Titel "Der Mensch ist das Maß aller Dinge".

An der Tagung im französischen Bussang nahmen mehr als 200 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus ganz Europa teil, darunter Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Michèle Chay von der französischen Gewerkschaft CGT sowie Reiner Hoffmann vom Europäischen Gewerkschaftsbund.  Darüber hinaus beteiligten sich unter anderem die EU-Parlamentarier Christine Mendelsohn und Jo Leinen sowie Sven Giegold (attac) und MdB Herbert Schui an der Tagung.

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